Mit ultradünnem Glas von Schott Die ersten Smartphones mit Glascover und Fingerabdrucksensor

Die ersten Premium-Smartphones, die ultradünnes Schott eco Glas in ihren Fingerabdrucksensoren einsetzen, sind auf dem Markt verfügbar. Diese Sensoren sollen helfen, die Privatsphäre des Nutzers zu schützen.

Die einzigartigen Materialeigenschaften von D263 T eco stellen sicher, dass der Sensor das Fingerabdruckmuster sehr zuverlässig erkennt. Zudem ist der Spezialglasexperte Schott weltweit das einzige Unternehmen, das ultradünnes Glas anbietet, das chemisch gehärtet werden kann. Deshalb ist es sehr gut für widerstandsfähige Sensorbauformen in elektronischen Geräten geeignet.

Die ersten chinesischen Smartphone-Hersteller verwenden bereits das D263 T eco Glas als Abdeckmaterial der Fingerabdrucksensoren in ihren neuesten Premium-Modellen. Um welche Hersteller es sich dabei handelt, darüber erteilte Schott allerdings keine Auskunft.  „Wir bieten eine Glaslösung, die die Leistungsanforderungen der Industrie erfüllt“, ist sich Dr. Jack Ju, Global Product Manager für Dünnglas & Wafer von Schott Advanced Optics in China, sicher. Schott bemustert aktuell eine Vielzahl an Interessenten in der Sensorindustrie, Glas-Verarbeiter, Komponenten-Hersteller und OEMs in und außerhalb China mit dem besonderen Produkt.

Die Produkteigenschaften von D263 T eco bieten klare Vorteile gegenüber anderen möglichen Werkstoffen, etwa eine hohe Dielektrizitätskonstante. Dies macht es zu einer attraktiven Alternative zu Saphir. Außerdem kann Schott das ultradünne eco Glas in Dicken von 50 bis 210 μm innerhalb sehr enger Dickentoleranzen für die Massenfertigung liefern. Somit stellt ultradünnes Glas eine günstige Verpackungslösung dar und hilft dabei, zuverlässige und sehr leistungsfähige elektronische Bauteile herzustellen, ohne dass die Kosten steigen.

Fingerabdrucksensoren entwickeln sich zu einem festen Bestandteil in neuen Smartphones: Nach einer Studie, die kürzlich von CNBC durchgeführt wurde, verwenden mehr als 30 % der amerikanischen Smartphone-Nutzer derzeit keinerlei Sicherheitsverfahren, wie PIN-Codes, um den Bildschirm ihrer Geräte zu sperren. Sie verzichten damit also auf jeden Schutz ihrer persönlichen Daten, wie Kontakte, Passwörter, vielleicht sogar Kreditkarten- oder Kontonummern.

 „Ein Fingerabdrucksensor ist eine großartige Lösung, um diese Informationen zu sichern: Es ist eine sehr bequeme, einfach zu verwendende Methode, um die Privatsphäre des Benutzers zu schützen“, so Dr. Rüdiger Sprengard, Head of Business Development ultradünnes Glas bei SCHOTT Advanced Optics. „Wir erwarten, dass sich aus dieser Entwicklung noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten ergeben werden, etwa Fingerabdrucksensoren als Nachweissystem für mobile oder Online-Zahlungssysteme und Zutrittskontrolleinrichtungen.“

Weil das D263T eco Glas Alkali-Ionen enthält, kann es durch einen Ionenaustausch-Prozess zuverlässig um den Faktor vier gegenüber nicht auf diese Weise behandeltem Glas gehärtet werden. Dieses sehr belastbare Ultradünnglas kann deshalb in Verbindung mit Sensoren eingesetzt werden, für die ein besonders widerstandsfähiges Material erforderlich ist, das problemlos gehandhabt und weiterverarbeitet werden kann.