Smarte Produktion als Wettbewerbsfaktor Deutsche Fertigungsindustrie im globalen Vergleich

Die deutsche Fertigungsindustrie ist im globalen Vergleich gut aufgestellt – noch. Denn vor allem Wettbewerber aus Asien treiben mit hohen Investitionen ihre digitale Transformation voran.

Die Fertigungsindustrie in Deutschland gehört nach wie vor zu den stärksten im globalen Wettbewerb und liegt nach USA und China auf Platz 3, was die Wettbewerbsstärke betrifft – so die Einschätzung von Deloitte im „2016 Global Manufacturing Competitiveness Index“. Weiter führt Deloitte aus, dass veränderte Produktionsmethoden und kontinuierliche Investitionen in Fortschritt für höhere Wertschöpfung dazu führen, dass sich traditionelle Industrienationen in den Top 10 der Fertigungsindustrie positionieren und behaupten können. Nach Deloitte werden „Smart Factories“ in den USA, Japan und Europa sowie die Industrie 4.0-Initiativen in Deutschland im globalen Wettbewerb künftig eine entscheidende Rolle spielen.

Chinas Industrie mit steigenden Umsätzen durch Digitalisierung

»Wettberber aus Asien holen allerdings auf«, sagt Matthias Müller-Wolf, Regional Vice President Sales, Europe, von Epicor Software.

Laut einem Report von PwC „Industry 4.0: Building the digital enterprise“ ist Chinas Industrie herausragend, was überdurchschnittliche Kostenreduktion und steigende Umsätze durch Digitalisierung betrifft. »Hoch flexibel und offen für digitale Veränderungen, werden sie im internationalen Vergleich am meisten von Automatisierung und der Digitalisierung arbeitsintensiver Fertigungsprozesse profitieren«, so Müller-Wolf weiter. »Auch Malaysia, Indien, Thailand, Indonesien und Vietnam könnten in den nächsten fünf Jahren als das „New China“ den 15 Top-Nationen der Fertigungsindustrie in puncto Wettbewerbsfähigkeit die Stirn bieten mit geringen Arbeitskosten, agilen Fertigungsmethoden, demografischer Entwicklung und Marktwachstum«, zitiert Müller-Wolf aus der Deloitte-Studie „Mighty Five“.