infosys Das sind die Techniktrends für die Fertigungsindustrie

Kann man mit einer Variante von Google Glass künftig die Gehirn-Auslastung messen? - Derzeit werden bereits Forschungen unternommen.
Kann man mit einer Variante von Google Glass künftig die Gehirn-Auslastung messen? - Derzeit werden bereits Forschungen unternommen.

Welche Entwicklungen bewegen die Fertigungsindustrie? Welche technologischen Trends werden einzelne Branchen nachhaltig verändern? Kurz vor Beginn der Hannover Messe wagt das Beratungsuntenrehmen Infosys einen Blick in die Zukunft: Besonders Wearables, Robotik und 3-D-Drucker nehmen Einfluss auf die Produktionsprozesse.

Wearables – Wenn die Brille denken lernt
Neue High-Tech-Geräte ermöglichen künftig weit mehr Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Dazu gehören Wearables in Form von Uhren, Brillen oder Kleidung. Für die Fertigungsindustrie ermöglichen diese Geräte die Entwicklung neuer Produkte und Services für Verbraucher. Aber auch Produktionsprozesse lassen sich verbessern: So können etwa Ausfallzeiten von Maschinen drastisch reduziert werden, weil sich Schwachstellen schneller erkennen und Ersatzteile rascher bestellen lassen. Auch die anschließende Reparatur erfolgt zügiger, weil Mitarbeiter etwa mit Augmented Reality Schritt für Schritt vorgehen können.

Industrie 4.0 – Maschinen im Dialog
Bereits heute können Maschinen Daten untereinander austauschen und miteinander interagieren. Allerdings ist die vollautomatisierte Fabrik, bei der Maschinen und Rohmaterial perfekt aufeinander abgestimmt sind, noch Zukunftsmusik. Einige Aspekte können jedoch schon 2014 realisiert werden. Dazu zählt die Zustandsüberwachung von Produktionsanlagen oder eine zentrale Stelle für das Management von Geräten. Auch die Nachverfolgung einzelner Waren wird durch die Tatsache, dass immer mehr Objekte eine IP-Adresse erhalten, deutlich leichter. Zu denkbaren Szenarien, die in diesem Jahr bereits umgesetzt werden könnten, zählen zudem automatisierte Notrufsysteme für Fahrzeuge, die prädikative Instandhaltung von Maschinen oder die Präzisionslandwirtschaft.

3-D-Drucker: „Do it yourself“ für Unternehmen
Die Möglichkeit, individuelle Produkte in kleiner Stückzahl produzieren zu können, hat die Popularität von 3-D-Druckern beflügelt. Hersteller von Spielzeug und Medizintechnik sprangen als Erste auf diesen Trend auf – nun hält er Einzug in weitere Branchen. Ihnen kommt zugute, dass die Anschaffungskosten für die neue Drucker-Generation in 2014 vermutlich sinken werden. Das würde Unternehmen den Weg ebnen, ihre Produkte, einzelne Komponenten oder sogar ihre Produktionsmaschinen selbst zu drucken. In weiterer Folge verändert die 3-D-Drucktechnik vermutlich sowohl das Produktdesign als auch die Warenwirtschaft, das Supply Chain Management und Fertigungsprozesse.

Roboter – Zuverlässige Helfer für viele Branchen
In der Automobil- und der Metallindustrie ist der Einsatz von Robotern längst Usus. Doch die Geschwindigkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit mit der sie arbeiten, machen die Apparate zunehmend auch für den Einsatz in der Elektronik-, Lebensmittel- und pharmazeutischen Industrie attraktiv. Sie ermöglichen es, flexibel auf veränderte Anforderungen zu reagieren – sei es im Hinblick auf die Menge, das Design oder die Art der Produkte. Durch die voranschreitende Automatisierung werden Roboter in diesem Jahr verstärkt auch im Produktionsumfeld zum Einsatz kommen.

„Ob Roboter, Drucker oder Datenbrille, fest steht: Neue Geräte werden dazu beitragen, dass immer neue und immer mehr Daten hinzukommen“, sagt Franz-Josef Schürmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Infosys Deutschland. „Für Unternehmen ist es das A und O die richtigen Daten zu identifizieren, zu erfassen und zu analysieren.“