Erster Titel für den WM-Gastgeber Brasilien ist die am schnellsten wachsende IT-Nation

Brasilien macht nicht nur als Fußball-WM-Gastgeber von sich reden. Das Land ist in diesem Jahr auch die am schnellsten wachsende IT-Nation. Die im Land gefertigten IT-Produkte sind weltweit gefragt.

So wird der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie und Telekommunikation 2014 voraussichtlich um 10,4 Prozent auf 122 Milliarden Euro zulegen.

Im vergangenen Jahr lag Brasilien noch hinter Indien auf dem zweiten Platz. 2013 wuchs der indische ITK-Markt um 11,7 Prozent. In diesem Jahr erreicht Indien im Ranking nach Marktwachstum mit einem Plus von 7,8 Prozent auf 56 Milliarden Euro lediglich den dritten Platz hinter China mit einem Plus von 8,8 Prozent auf 303 Milliarden Euro.

Das teilt der Hightech-Verband BITKOM auf Grundlage einer neuen Studie des European Information Technology Observatory (EITO) mit. „Die IT-Märkte der BRIC-Staaten wachsen mit Ausnahme Russlands weiter deutlich schneller als der Weltmarkt. Das sind gute Nachrichten für diese aufstrebenden Volkswirtschaften, da Digitalisierung zusätzliches Wachstum und damit Beschäftigung und Wohlstand schafft“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Weltweit wird die ITK-Branche voraussichtlich um 4,1 Prozent auf 2,96 Billionen Euro wachsen. Der Telekommunikationsmarkt legt dabei der Prognose zufolge mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 1,79 Billionen Euro überdurchschnittlich stark zu. Während die Umsätze mit TK-Infrastruktur um 7,6 Prozent auf 440 Milliarden Euro kräftig steigen, beträgt der Anstieg bei den Telekommunikationsdiensten nur 3,6 Prozent auf 1,35 Billionen Euro. Wachstumstreiber hier sind die mobilen Datendienste mit einem Plus von 11,1 Prozent auf 365 Milliarden Euro.

Die Informationstechnologie wächst der Prognose zufolge um 3,4 Prozent auf 1,17 Billionen Euro. Dabei gibt es eine große Spreizung zwischen den Segmenten. Während das Geschäft mit Software um 6,1 Prozent auf 313 Milliarden Euro zulegt, steigen die Umsätze mit IT-Hardware gerade einmal um 0,8 Prozent auf 354 Milliarden Euro. Bei den IT-Dienstleistungen beträgt das Plus 3,7 Prozent auf 506 Milliarden Euro.