Europäische Union gibt Spectaris-Antrag statt Blei im Glas bleibt weiterhin von RoHS ausgenommen

"Blei im Glas" ist weiterhin von der RoHS-Richtlinie ausgenommen, wie die Europäische Union jetzt bekanntgab. Die Ausnahmeregelung gilt zunächst für vier Jahre.

Blei in optischem Glas (Ausnahme 13a) sowie Cadmium und Blei in Filterglas (Ausnahme 13b) wurden zunächst ohne Befristung von der Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten (RoHS) ausgenommen. Der Optik-Branchenverband Spectaris hatte sich zusammen mit betroffenen Hersteller- und Anwenderfirmen von optischem Glas für eine Verlängerung der bestehenden Ausnahmegenehmigung, die im Juni auslief, eingesetzt.

„Wir begrüßen die Ausnahmeregelung, denn ohne die Schwermetalle Blei und Cadmium werden optische Gläser zu nutzlosem Fensterglas. Ausgewählte Schwermetalle sind ein unverzichtbarer Bestandteil von optischen Gläsern, für die es keine Alternative gibt“, so Spectaris-Geschäftsführer Sven Behrens. „Jetzt hoffen wir, dass die EU auch bei der geplanten Verschärfung der RoHS-Richtlinie diesen Maßstab anlegen wird“, so Behrens.

Denn Rat und Parlament planen die Verwendung weiterer bestimmter Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten zu begrenzen, um Verbraucher und Umwelt vor Gefahren durch chemische Substanzen zu schützen. Am 14. Oktober soll der RoHS-Recast im Umweltrat verabschiedet werden, die Abstimmung im Europäischen Parlament folgt am 22. November.