90 Prozent weniger Personalaufwand Bauteile im Gebinde automatisch zählen

SMD-Bauelemente in Gebinden automatisch und berührungslos zählen – das kann der Bauelementezähler OC-SCAN CCX von optical control und spart dabei eine Menge Zeit.

Die Firma optical control ist spezialisiert auf Bildaufnahme- und -auswertungsverfahren im industriellen Umfeld. Zum Portfolio gehören mobile wie stationäre Röntgenscanner und seit Neuestem auch der berührungslose Bauelementezähler. Der Hersteller verspricht, damit eine ganze Reihe von Problemen – und vor allem Kosten – zu eliminieren, mit denen sich industrielle Elektronikfertiger bei der Verarbeitung von SMD-Gebinden auseinandersetzen müssen: tagesaktuelle Bestände statt fehlerbehafteter Bestandsführung, vereinfachte Abläufe statt eines hohen Personalaufwands, schonende Materialbehandlung selbst eingeschweißter Gebinde statt schon durchs mechanische Zählen verschlissener Bauteileträger.

Dass dieses Versprechen auch in der Praxis funktioniert, davon zeugt der Einsatz beim Pilotkunden und Schwesterunternehmen Elektron: Früher wurden dort bei Abrüstungen alle SMD-Gebinde umständlich in den manuellen Zähler eingespannt und von Hand gezählt. Heute legt ein Mitarbeiter die Gebinde in den automatischen Einzug des OC-SCAN CCX, und in weniger als 20 Sekunden wandert das Ergebnis automatisch ins ERP- beziehungsweise ins Lagersystem.

Das Touchbedienfeld ist dabei mit zwei Fingern so intuitiv zu handhaben, dass selbst ungeschultes Personal sofort damit zurechtkommt. Als positiven Nebeneffekt verbucht Harald Weiß, technischer Geschäftsführer von Elektron den kompletten Wegfall der Stichtagsinventur: »Aufgrund des genauen Zählergebnisses beim Einlagern der SMD-Gebinde ist immer der aktuelle Bestand im Warenwirtschaftssystem – das macht die Zählung zur Inventur hinfällig.« Elektron schätzt alleine die Einsparungen beim Personalaufwand auf knapp 90 Prozent. »Das manuelle Zählen von Bauteilen auf SMD-Gebinden bei Ab- und Umrüstungen sowie bei der Stichtagsinventur kostet viel Zeit. Besonders der Personalaufwand ist dabei nicht zu unterschätzen.« Zählt man die SMD-Bauteile hingegen nur zum Inventurstichtag, müssen unnötig hohe Bestände auf Lager gehalten werden, um nicht der Gefahr von Produktionsengpässen oder Sonderbeschaffungen ausgesetzt zu sein. Auch wird es immer dann kompliziert, wenn ein Kunde die Gebinde für die Fertigung beistellt, er am Ende aber die Richtigkeit der Reststückzahlen anzweifelt. Der Umgang mit SMD-Gebinden war früher immer mit viel Aufwand und Kosten verbunden.«

Auch das Problem mit von Kunden beigestellten SMD-Gebinden hat Elektron durch das neue Gerät nun im Griff: »Mit dem Röntgenscanner können wir sowohl bei Anlieferung als auch am Ende des Fertigungsprozesses zuverlässige Stückzahlen ermitteln – das beugt Problemen und Unstimmigkeiten vor«, erklärt Weiß. Rechnet man all die Einsparungen und Vorteile zusammen, kommt Elektron auf eine Amortisationszeit für den neuen Bauelementezähler von nicht einmal zwei Jahren.

Optical Control, Halle 6, Stand 215 C