Die Fertigung virtuell planen »3D-Simulation soll kein Privileg großer Unternehmen sein!«

Im Bereich der Layout-Simulation gab es bisher nur wenige Anbieter die auch für die Fertigungsplanung in Frage kamen, weil sie entweder zu teuer sind oder die Anforderungen nicht treffen. Dabei kann gerade die Fertigungsindustrie von einer 3D Simulation profitieren.

 »Die Art und Weise in der Produktionslinien bisher entworfen wurden, war für viele Leute schwer nachvollziehbar«, sagt Juha Renfors, Geschäftsführer von Visual Components, Entwickler einer Software für 3D Fabriksimulation. »Wir sind der Meinung, dass Simulation kein Privileg großer Unternehmen sein sollte, die finanzielle Investition erbringen können. Simulations-Software kann unabhängig von der Unternehmensgröße oder dem Grad an Simulationserfahrung zugänglich und leicht nutzbar sein.« Während in der Vergangenheit der Entwurf von Fertigungslayouts in den Händen von Spezialisten lag, hat Visual Components also Lösungen für die breite Masse entwickelt. »Jeder kann unsere Produkte anwenden«, unterstreicht Renfors.

Reibungsloser Vertriebsprozess durch Digitale Fabrik

Da jetzt 3D-Simulationen für alle Unternehmen erschwinglich geworden sind, kommt Bewegung in die starre Layout-Planung. Unternehmen wie der Fertigungsausrüster JOT Automation beginnen ihre 3D-CAD Software durch Fabriksimulationslösung von Visual Components zu ersetzen. »Durch die Verwendung von Visual Components zur Layout-Planung, können Vorschläge in der Angebotserstellung besser präsentiert und Missverständnisse vermieden werden. Insbesondere in einem internationalen Geschäftsumfeld ist dies von unschätzbarer Bedeutung«, bekräftigt Kyösti Soini, Direktor der Electronics Business Line von JOT Automation. »Der Zeitaufwand für die Erstellung eines Angebots ist nun im Durchschnitt siebenmal kürzer als zuvor.« Ein weiteres Unternehmen das die Vorteile der 3D-Simulation für die Erstellung von Fertigungslayouts im Vertrieb nutzt, ist Fastems, ein unabhängiger Systemintegrator mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. »Mit Hilfe von Visual Components, konnten wir die Anzahl der Angebote von 50 auf 200-250 pro Jahr steigern, d.h. die Anzahl der Angebote hat sich verfünffacht. Mit unserer CAD -Software wäre diese Steigerung niemals möglich gewesen«, so Mika Laitinen, Vertriebsleiter Robotik von Fastems.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Fertigungsindustrie steht auf dem Spiel

Einige Unternehmen wie Fastems, nutzen 3D CAD Software zwar immer noch in der Planung ihrer Fertigungsprozesse. Jedoch werden bereits viele andere kritische Arbeitsschritte, wie zum Beispiel die Reichweiten - und Kollisionsanalyse, mit Hilfe von Visual Components durchgeführt. »Wenn man in unserem heutigen Arbeitsumfeld wettbewerbsfähig sein möchte, ist die Nutzung von 3D-Simulation ein Muss«, sagt Laitinen. »Wir können uns nicht vorstellen zu den alten Prozessen zurückzukehren.«

Es ist eindeutig, dass sich die Denkweise in der Fertigungsindustrie allmählich ändert. Visual Components hat nach den Worten von Renfors jedenfalls ein klares Ziel: Simulation in der Layout-Planung zur Norm zu machen. »Unternehmen wie JOT Automation und Fastems finden fortlaufend neue Wege, um die 3D-Simulation auch in anderen Geschäftsbereichen zu nutzen«.  

Der Vertrieb einer Produktionslinie ist selten ein überschaubarer oder unkomplizierter Prozess. Experten der Fabriksimulation sind sich jedoch einig, dass jetzt die Zeit gekommen ist sich von der traditionellen Idee eines langsamen und starren Produktionsprozesses zu lösen.