Rittal: Blue-e+-Chiller Werkzeugmaschinen stromsparend und exakt kühlen

Im Vergleich mit Chillern auf Basis der Heißgas-Bypass-Regelung benötigen Rittals Blue-e+-Kühler bis zu 70 Prozent weniger Energie.
Im Vergleich mit Chillern auf Basis der Heißgas-Bypass-Regelung benötigen Rittals Blue-e+-Kühler bis zu 70 Prozent weniger Energie.

Mit der neuen Generation von Rittals Chiller-Familie Blue-e+ lässt sich die Temperatur des Kühlmediums von Maschinen und Prozessanlagen exakt regeln und somit auch Energie einsparen.

Bis zu 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs einer Werkzeugmaschine entfallen Rittal zufolge auf die Kühlung, weil die Temperatur des Kühlmediums sehr präzise geregelt werden muss: Die Hysterese darf nur maximal 0,5 K betragen. Größere Temperaturschwankungen würden wegen der Wärmeausdehnung der Komponenten zu Ungenauigkeiten am bearbeiteten Werkstück führen. Um diese Temperaturgenauigkeit zu erzielen und dabei die Anforderungen nach hoher Energieeffizienz zu erfüllen, hat Rittal die neue Chiller-Generation Blue e+ entwickelt.

Maß für die Energieeffizienz bei der Kälteerzeugung ist die Energy Efficiency Ratio (EER), die aus dem Verhältnis von Kühlleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung gebildet wird. Herkömmliche Chiller mit Heißgas-Bypass-Regelung haben ein EER von 1, mit den Blue-e+-Chillern ist ein EER von 3 möglich. Dafür sorgt ein drehzahlgeregelter Kompressor. Statt wie bei der Heißgas-Bypass-Regelung den Kältekompressor unter Volllast zu betreiben und einen großen Teil der Kälteleistung zu vernichten, kann der Inverter geregelte DC-Kältekompressor genau so viel Kälteleistung bereitstellen, wie aktuell benötigt wird. Damit kann die Hysterese extrem klein gehalten werden, ohne unnötig Kälteleistung zu verschwenden.

Für den Antrieb der Kompressoren setzt Rittal DC-Synchronmotoren ein, die in den meisten Betriebsbereichen einen höheren Wirkungsgrad als herkömmliche AC-Asynchronmotoren erreichen. Mit einem Inverter kann die Drehzahl dieser Motoren in Verbindung mit DC-Radialventilatoren und einem elektronischen Expansionsventil exakt geregelt werden, die Blue e+-Chiller laufen folglich stets mit der optimalen Drehzahl. Im Vergleich mit Chillern auf Basis der Heißgas-Bypass-Regelung lassen sich Rittal zufolge bis zu 70 Prozent Energie sparen. Weil zudem die Motoren nur selten ein- und ausgeschaltet werden, erhöht sich die Lebenserwartung der Komponenten.

Eine weitere Neuerung in den Chillern ist die Microchannel-Technologie in den Wärmeüberträgern. Durch die im Verhältnis zum Volumen größere Oberfläche für den Wärmeaustausch zwischen Kältemittel und Kühlwasser kann die Kältemittelmenge um bis zu 55 Prozent reduziert werden.

Die in drei Leistungsklassen mit Kälteleistungen von 2,5, 4 und 6 kW (regelbar zwischen 20 und 100 Prozent) erhältlichen Chiller lassen sich bei Umgebungstemperaturen von -5 bis +50 °C einsetzen.

Das Bedienpanel mit Touchdisplay stellt alle Meldungen im Klartext dar. Die von den Blue-e+-Kühlgeräten bereits etablierte Blue-e+-App, die über NFC mit den Geräten kommuniziert, ist auch für die Blue-e+-Chiller geeignet. Damit lassen sich wichtige Informationen drahtlos übertragen – gerade wenn mehrere Chiller konfiguriert werden, ist dies eine enorme Arbeitserleichterung. Auch die Parametrier- und Diagnose-Software RiDiag III kann verwendet werden.