Alles in einem Eingabegerät Trends bei elektromechanischen Bedienelementen

Mit der neuen Korona-Beleuchtung von Mentor Präzisions-Bauteile lassen sich Schalter, Tasten, Knöpfe, Regler, Buchsen oder Logos beleuchten.
Mit der neuen Korona-Beleuchtung von Mentor Präzisions-Bauteile lassen sich Schalter, Tasten, Knöpfe, Regler, Buchsen oder Logos beleuchten.

Obwohl Touch- und auch Augmented-Reality-Bedienkonzepte in immer mehr Fabrikhallen vordringen, werden sie klassische elektromechanische Bedienelemente wie Schalter, Tasten, Tastaturen und Joysticks nicht komplett ersetzen. Welche Trends zeigen sich derzeit bei elektromechanischen Bedienelementen?

Die Touch-Bedienung, ob mit oder ohne Multitouch, gehört bei industriellen HMI-Panels mittlerweile zum guten Ton. Sie kann aber nicht alle Anforderungen erfüllen, so dass in manchen Anwendungen elektromechanische Bedienelemente unentbehrlich bleiben, sei es als Not-Aus-Taster, für Blindbedienung oder für sichere Zweihandbedienung. Konsequenterweise sind in Industrie und Medizin sowie in Fahrzeugen immer häufiger Bedien-Panels gefordert, die sowohl ein Touchscreen als auch einzelne Schalter und Tasten, einen Not-Aus-Taster, einen Schlüsselschalter, einen Drehknopf oder eine komplette Tastatur umfassen. Vor allem in mobilen Arbeitsmaschinen, aber auch in anderen Anwendungen finden sich außerdem immer öfter Joysticks mit integrierten Tastern und Dreh/Drück-Bedienelement.Michael Schulze, Geschäftsführer D/A/CH von Apem, sieht bei elektromechanischen Bedienelementen zwei Trends: »Die Marktentwicklung geht in Richtung Miniaturisierung und Beleuchtung«, sagt er. »Daher haben wir unsere ohnehin schon umfangreiche Produktpalette entsprechend weiterentwickelt und ausgebaut.«
 

Schulze ist sich sicher, dass elektromechanische Bedienelemente auch in Zukunft eine große Rolle spielen werden: »Wie man unter anderem anhand der Automobilbranche erkennen kann, gewinnen Touchscreen-Lösungen an Bedeutung«, legt er dar. »Allerdings zeigen die Erfahrungen aus den letzten Jahren auch, dass sie nicht für jede Anwendung geeignet sind. Als Folge ist teilweise bereits eine Rückkehr zu den klassischen elektromechanischen Bedienelementen zu beobachten, die einst durch den Touchscreen verdrängt wurden. Es zeichnet sich also ab, dass wir in Zukunft immer häufiger auf gemischte Bedienelemente treffen werden.« Schließlich fänden sich bei Weitem nicht überall derart ideale Umgebungsbedingungen wie etwa im Innenraum eines Fahrzeugs der gehobenen Mittelklasse.

Detlef Reintges, Leiter Vertrieb bei Mentor Präzisions-Bauteile, pflichtet ihm bei: »Es ist natürlich zu beobachten, dass Touchdisplays für HMIs seit Jahren in vielen Anwendungsfeldern Einzug halten, in denen sie auch gute Lösungen darstellen«, führt er aus. »Dieser Trend wird sich zweifelsohne fortsetzen.« In bestimmten Anwendungsfeldern seien Touchdisplays aber den klassischen elektromagnetischen Bedienelementen unterlegen und blieben dies wohl auch: »Gerade dort, wo es besonders auf Aspekte wie schnelle und sichere Bedienung, Wetterbeständigkeit, Robustheit, Schutz vor Vandalismus sowie taktile Rückmeldung ankommt, liegt nach wie vor großes Potential für klassische Schalter, Tasten oder Folientastaturen. Sie erfüllen in Anlehnung an die spezifischen Anwendungen ihre Aufgabe teilweise besser als Touchdisplays und werden daher nach wie vor gerne eingesetzt.«