Wissenswertes für die Anwendung Schwere Steckverbinder in der Applikation

Datensteckverbinder im Heavycon Advance-Gehäuse. 
Die eingesetzten Module umfassen: RJ45-Stecker für Daten, 9-poliger D-Sub-Stecker, Gigabit-Modul, EMV-Modul sowie ein SC-Modul für Lichtwellenleiter (von oben nach unten)
Datensteckverbinder im Heavycon Advance-Gehäuse. Die eingesetzten Module umfassen: RJ45-Stecker für Daten, 9-poliger D-Sub-Stecker, Gigabit-Modul, EMV-Modul sowie ein SC-Modul für Lichtwellenleiter (von oben nach unten)

In modernen Fertigungsprozessen bilden Schwere Steckverbinder eine wichtige Schnittstelle. Phoenix Contact zeigt interessante Möglichkeiten, wie sich mit den Steckern die Daten-, Leistungs- und Hybridverbindungen besonders effizient gestalten lassen.

Die Automatisierungswelt befindet sich im Wandel: Flexible Produktionsprozesse werden heute vor allem über dezentrale Aufbauten realisiert. Das heißt, Maschinen und Anlagen werden aus einzelnen Funktionsbaugruppen zusammengesetzt. Das hat zur Folge, dass auch die Verbindungstechnik immer flexibler und effizienter werden muss.

Phoenix Contact erfüllt diese Anforderungen mit seiner neuen Baureihe „Heavycon Modular“. Die Schweren Steckverbinder lassen sich mit zahlreichen Kontakteinsätzen kombinieren, so dass sie sich für nahezu alle Übertragungsaufgaben eignen – jeweils individuell abgestimmt auf  die jeweilige Applikation!

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Ein Steckverbinder – viele Möglichkeiten

Modulare Einsätze ermöglichen die Kombination verschiedener Schnittstellen in einem Steckver-binder. Der Anwender kann sich aus unterschiedlichen Modulen seinen individuellen Schweren Steckverbinder zusammenstellen.

Schnellere Montage

Neuartig ist der Snap-in-Rahmen – ein Halterahmen mit Rastprinzip, der die Montage im Vergleich zu den marktüblichen Montagearten erheblich vereinfacht. Denn die einzelnen Module aus der neuen Baureihe lassen sich in dem Snap-in-Rahmen, der über einen Haltefeder-Mechanismus verfügt, exakt positionieren und anschließend einrasten und fixieren. »Die Module sitzen in der vorgesehenen Position fest in der richtigen Lage, ohne dass sie sich unbeabsichtigt wieder lösen können. Zudem ist es ausgeschlossen, dass sich die Module im Rahmen verkanten oder verschieben. Dadurch wird die Installation erheblich verkürzt und vereinfacht«, erläutert Thomas Wolting, zuständig für das Produkt Marketing Industrial Field Connectivity von Phoenix Contact.

Er gibt eine Zeitersparnis bei der Installation von bis zu 40 Prozent an. Auch wenn das Gehäuse bereits an der Anlage montiert wurde und der Snap-in-Rahmen eingesetzt ist, lassen sich die Kontakt-Module nachträglich in den Modulrahmen einsetzen. Zur Verfügung stehen die Rahmen in den vier gängigen Gehäusegrößen HC-B6, HC-B10, HC-B16 und HC-B24.

Datenübertragung über Kupfer und LWL

Sowohl der Datenaustausch zur Fertigungssteuerung der Anlage wie auch die Produktionsdaten selbst werden über Datenleitungen übertragen. Dabei können die Daten über geschirmte Kupferleiter sowie über Lichtwellenleiter übertragen werden. Heavycon Modular stellt Module zum Anschluss von RJ45-Steckverbindern zur Verfügung, ebenso sind fertig konfektionierte und geprüfte RJ45-Patch-Leitungen einsetzbar. Zusätzliche Flexibilität bietet die Steckverbinder-Serie durch die IDC- (Insulation Displacement Connector)-Anschlusstechnik, die auch Verbindungen auf der Basis von »RJ Industrial« unterstützt. Ein weiteres Datenmodul kann einen RJ45-Steckverbinder mit Crimp-Anschluss aufnehmen.

Selbst fertig konfektionierten Lichtwellenleiter sind möglich

In einem anderen Steckverbinder-Modul der Baureihe Heavycon Modular, das für Industrial Ethernet im Gigabit-Bereich mit der Minimal-Anforderung der Übertragungsklasse Cat. 6 konzipiert wurde, sind die Aderpaare auch im Steckverbinder geschirmt. »Durch diesen Gesamtschirm innerhalb des Moduls werden die Daten störungsfrei übertragen«, sagt Thomas Wolting.

»Bei Applikationen, die wegen extrem hoher EMV-Belastungen auf Lichtwellenleiter setzen, können sowohl SC- als auch LC-Kontakte von Phoenix Contact zum Einsatz kommen.« Um die Installation und Inbetriebnahme zu vereinfachen, kann der Anwender auf unterschiedliche konfektionierte Lichtwellenleiter zurückgreifen. In diesem Fall ist die Anwendung durchgängig von der Anlagen- bis hin zur Netzwerktechnik.