Kühlung von Maschinen und Anlagen Rückkühler von Rittal bald mit Inverter-Technologie!

TopTherm  Chiller

Mit den Rückkühlern »TopTherm Chiller« mit Inverter-Technologie von Rittal sollen sich durch die frequenzgeregelte Kompressortechnik je nach Anwendung bis zu 70 Prozent Energiekosten einsparen lassen.

Auf der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung (AMB) von 28.9. bis 2.10.2010 in Stuttgart wird Rittal erstmals seine modularen Rückkühler »TopTherm Chiller« mit Inverter-Technologie vorstellen. Die Serienfertigung der neuen frequenzgeregelten Rückkühler wird bereits im nächsten Jahr starten.

»Gegenüber herkömmlichen Lösungen mit Heißgas-Bypass-Regelung bieten die neuen Rückkühler deutliche Effizienzpotenziale«, erklärt Heinrich Styppa, Leiter Business Development Climatisation von Rittal. »Wir gehen daher bei Geräten der mittleren Leistungsklasse von einer Amortisationszeit von unter zwei Jahren aus.«

Für die Auslegung einer energieeffizienten Maschinenkühlung mit Kaltwassersätzen ist eine präzise Temperaturregelung entscheidend! Bei bestimmten Werkzeugmaschinen-Anwendungen – zum Beispiel in Schleif- oder Bearbeitungszentren für das Finishen - ist eine Hysterese von +/- 0,5 Grad notwendig. Hierbei wirkt sich allerdings ein taktender Betrieb der Rückkühlanlage durch häufige Schaltvorgänge negativ auf die Lebensdauer der Kompressoren bzw. Verdichter aus. Bei diesen speziellen Anwendungen setzen Hersteller deshalb in der Regel einen Heißgas-Bypass zur Temperaturregelung ein.

Dadurch wird allerdings eine »künstliche« Belastung für den Verdichter geschaffen und letztlich ein Teil der Kälteleistung vernichtet. Frequenzgeregelte Verdichter stellen hierzu eine interessante Alternative zur Steigerung der Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen dar - vor allem im Teillastbereich. In Kombination mit dem neuen Modulkonzept der »TopTherm Chiller«, bei dem sich mit wenigen modularen Einheiten individuelle Anforderungen abdecken lassen, haben Anwender nicht nur in Sachen Energieeffizienz, sondern auch durch hohe Verfügbarkeit und Prozesssicherheit deutliche Vorteile.

Modulare Einheiten als Basis

Eine bedarfsgerechte Klimatisierung in der Industrie erfolgt meist über Rückkühlanlagen - und das hat sich auch bewährt!

Nachteilig ist nur die überwiegend kundenspezifische Fertigung. Rittal begegnet diesem Problem, in dem das Unternehmen seine Rückkühler-Serie»TopTherm Chiller« komplett modular aufgebaut hat: Als Basismodul dient das bewähre TS-8-Gehäuse des Unternehmens. Hinzu kommen Wasser- und Kältemodul sowie ein Elektromodul mit integrierter Steuerung. Das Wassermodul besteht aus Tank (ist also ein offenes System!), Pumpe und Regelungstechnik.

Das Kältemodul setzt sich aus Kompressor, Verflüssiger und Verdampfer zusammen. Beide Module werden separat voneinander vorgefertigt. Das heißt, beide laufen unabhängig voneinander als standardisierte Komponenten durch die Produktion. Durch den modularen Ansatz lässt sich die Vielzahl unterschiedlicher Pumpen und Kompressoren reduzieren. Und das ist nicht nur ein Vorteil für den Hersteller. Für den Kunden resultiert dieser modulare Ansatz letztendlich in geringeren Kosten und kürzeren Lieferzeiten. Auch das Ersatzteilmanagement wird einfacher, da der Service aufgrund weniger standardisierter Komponenten beim Endkunden deutlich schneller reagieren kann. Anstelle der üblichen langwierigen Untersuchungen vor Ort, welches Bauteil denn nun defekt ist, braucht einfach nur das entsprechende Modul ausgetauscht zu werden. Das ist ein wichtiger Punkt, denn auch im Maschinenbau stehen hohe Verfügbarkeit und Prozesssicherheit im Vordergrund.

Die jeweilige Auslegung der Rückkühlanlagen orientiert sich im Wesentlichen an den geforderten Kälteleistungen und den Randbedingungen am Aufstellort. Ausgelegt ist die »TopTherm Chiller«-Baureihe so, dass sich mit nur zwei Baugrößen sieben Kälteleistungen abdecken lassen – von 8 bis 40 kW.