TopTherm-Chiller Rückkühlanlage aus dem Baukasten

TopTherm Chiller

Eine bedarfsgerechte Klimatisierung in der Industrie erfolgt meist über Rückkühlanlagen. Und das hat sich auch bewährt! Nachteilig ist nur die überwiegend kundenspezifische Fertigung. Rittal stellt nun eine flexible Lösung vor, die aus nur wenigen modularen Einheiten besteht.

Rückkühlanlagen bieten dem Betreiber wegen ihrer flüssigkeitsbasierten Kompressortechnik nicht nur den Vorteil, dass sie unabhängig von der Umgebungstemperatur sind. Sie können im Vergleich zu dem Medium Luft auch viermal so viel Energie aufnehmen. Daraus resultierend, lassen sich kompakte Abmessungen realisieren. Mit diesen Eigenschaften eignen sich die Rückkühlanlagen zum Beispiel für Industrieanwendungen und den Maschinenbau.Entsprechend breit ist der Markt aufgestellt.

Auch Rittal hat seit vielen Jahren Rückkühlanlagen für unterschiedliche Anwendungen im Programm. Die neueste Entwicklung unterscheidet sich jedoch von allen bisherigen Ansätzen: Die Baureihe »TopTherm-Chiller« ist vollständig modular aufgebaut und deckt mit 8 bis 40 kW den gängigen Leistungsbereich ab.

Was aber unterscheidet diese Anlage genau von den bisherigen Systemen und wo liegt der Nutzen für den Kunden?

»Um den Unterschied zu bisherigen Systemen besser einschätzen zu können, ist es hilfreich, sich den Ablauf von der Bestellung bis zur Auslieferung, wie er bislang erfolgte, etwas genauer anzusehen«, sagt Ralf Schneider, Leiter Produktmanagement Klimatisierung von. »Nach dem Eingang der Bestellung haben wir die Kernkomponenten wie Pumpe, Tank und Verflüssiger für die gewünschte Kühlleistung aus dem Lager entnommen und in ein Gehäuse integriert. Hinzu kamen bei Bedarf diverse Bauteile wie Strömungswächter, ein Wasser-Bypass oder andere Komponenten«, berichtet der Produktmanager. Damit war der Auftrag eher eine kundenspezifische Lösung und kein Standard. Es handelte sich also mehr oder weniger um eine Einzelanfertigung, bei der eine Vielzahl von Komponenten Stück für Stück eingebaut und verkabelt, beziehungsweise angeschlossen wurden.

Das ist jetzt anders. Bei der Entwicklung des »TopTherm-Chillers« hat Rittal konsequent die Modulbauweise umgesetzt.

Das Basismodul ist das bewähre TS-8-Gehäuse. Hinzu kommen Wasser- und Kältemodul sowie ein Elektromodul mit integrierter Steuerung. Das Wassermodul besteht aus Tank (ist also ein offenes System), Pumpe und Regelungstechnik. Das Kältemodul setzt sich aus Kompressor, Verflüssiger und Verdampfer zusammen. »Beide Module werden separat voneinander vorgefertigt. Das heißt, beide laufen unabhängig voneinander als standardisierte Komponenten durch die Produktion«, so Schneider. Mit dieser modularen Lösung hat Rittal mehr als bisher die Möglichkeit, zu standardisieren. Daraus ergeben sich auch die Vorteile für den Kunden, nämlich geringere Kosten und kürzere Lieferzeiten. »Auch das Eratzteilmanagement wird einfacher, da der Service wegen weniger standardisierter Komponenten beim Endkunden deutlich schneller reagieren kann«, ergänzt Ralf Schneider.

»Anstelle der üblichen langwierigen Untersuchungen vor Ort, welches Bauteil denn nun defekt ist, kann man einfach nur das entsprechende Modul austauschen.Für den Betreiber ist das ein ganz wesentlicher Punkt, denn Verfügbarkeit und Prozesssicherheit stehen ganz oben auf der Prioritätsliste.«