Verbindungstechnik Neue Rundsteckverbinder im High-Tech-Design

Rundsteckverbinder mit Schnellverschluss
Rundsteckverbinder mit Schnellverschluss

Der Hersteller Hummel bietet Rundsteckverbinder in den Baugrößen M12 bis M40 in jeglichen Varianten an. Dabei unterstützt das Unternehmen die Trends der industriellen Automatisierung, von der hybriden Übertragung bis hin zum zeitsparenden Schnellverschluss.

Die Fertigungstiefe von Hummel liege bei 90 Prozent, sagt Achim Hoch, Entwicklungsleiter im Unternehmen. Weil die Firma alle wesentlichen Schritte zur Herstellung der Steckverbinder von der Konstruktion über den Werkzeugbau bis zur Produktion unter einem Dach bündelt, kann sie schnell auf Kundenanfragen und Trends reagieren.

Hybride Übertragungstechnik

»Ein Trend, der aktuell in aller Munde ist, ist die hybride Übertragungstechnik«, sagt Achim Hoch. In Anwendungen der Automatisierungstechnik verspricht man sich von der Übertragung von Leistung sowie Daten und Signalen über nur einen Steckverbinder eine schlanke Verkabelung und damit einen reduzierten Wartungsaufwand und weniger Komplexität. Hummel unterstützt diesen Trend seit längerem. Das Unternehmen kann eigenen Angaben zufolge nicht nur die Datenübertragung und Stromversorgung in einem Steckverbinder vereinen, sondern zum Beispiel auch Elemente zur Übertragung von Druckluft in die Steckverbinder integrieren.

»Der Weisheit letzter Schluss ist die Hybridtechnologie allerdings nicht«, räumt Achim Hoch ein.

Die Vor- und Nachteile seien – wie auch bei den meisten anderen Trends in der Verbindungstechnik – genau gegeneinander abzuwägen. Im Fall der Hybridtechnik bedeutet dies, dass eine auf den ersten Blick Vereinfachung der Anschlusstechnik nur mit einem relativ aufwändigen Kabel mit spezieller Schirmauflage und Schirmtrennung einhergehen kann. Gerade im Bereich der Kabelkonfektionierung und -Verarbeitung ist ein hybrides Anschlusskonzept oft um ein Vielfaches anspruchsvoller als die getrennte Übertragung.

Twintus: Eine Steckverbinder-Einheit für kompakte Servoantriebe

Hummel verfolgt daher noch einen weiteren Ansatz, der vor allem auf den Kostenaspekt abzielt: Mit dem preisoptimierten Steckverbindersystem »Twintus«, speziell entwickelt für kompakte Servoantriebe, bietet das Unternehmen eine Lösung an, die zwei Steckverbinder in einem Gehäuse kombiniert. Dadurch kann der Kunde auf die bewährte Verkabelung zurückgreifen, hat trotzdem aber nur eine kompakte und steckbare Einheit im Einsatz.

Im Allgemeinen zeichnet sich das Steckverbindersystem Twintus durch seinen kompakten Aufbau aus: Mit einer Höhe von nur 21 mm und einer Breite von 41 mm sowie 20-mm- oder 25-mm-Befestigungsflansch bietet es eine hohe Leistungsdichte.

Baukastenprinzip erleichtert die Anwendung

Dank des Baukastenprinzips kann der Anwender verschiedene Einsätze der Standard-Steckverbinder-Serien kombinieren, die auch farbcodiert erhältlich sind. Leistungsseitig sind Nennspannungen bis 630 V möglich. Neben einer Version mit zwei M16-Steckverbinderanschlüssen bietet Hummel zudem auch Ausführungen mit der Kombination M16 und M12 an. Während der M16-Steckverbinder die Leistungsübertragung übernimmt, kann als Signalsteckverbinder der achtpolige und sogar der zwölfpolige M12-Steckverbinder eingesetzt werden. Letztere Schnittstelle hat sich mittlerweile als Standard für digitalisierte Drehgeber etabliert. Optional mit Litzen oder Kabel vorkonfektioniert, kann die Signalseite des neuen »Twintus M16/M12« laut Angaben von Hummel bereits steckfertig für den Drehgeber ausgerüstet werden. Die Befestigung am Motor erfolgt im Innern des Twintus, eine im Flansch integrierte Dichtung garantiert die Schutzart IP67 bzw. IP69K selbst bei durchgehenden Gewindebohrungen im Motorgehäuse.