Technik für MOST-Netzwerke MOST-Anschlussmodul macht Schluss mit dem Wellenlöten

MOST-Anschlussmodul für das Reflow-Lötverfahren

Molex hat für die Automobilindustrie ein neues MOST-Anschlussmodul entwickelt, das als eines der ersten auf dem Markt nicht mehr mit dem Wellenlötverfahren gelötet werden muss. Das Modul aus Hochtemperatur-PPA lässt sich im Reflow-Lötverfahren verarbeiten. Die Form und Funktion des Gehäuses wird dabei nicht beeinträchtigt.

Die steigende Akzeptanz der MOST-Technologie in der Automobilbranche führt dazu, dass Hersteller und Zulieferer, die Multimedia- und Infotainment-Systeme entwickeln und liefern, nach neuen Wegen zur Steigerung der Effizienz in der Produktion suchen. Eines der Basiselemente des MOST-Netzwerks ist das MOST-Anschlussmodul, das den Schnittstellenstecker bildet zwischen der Elektronik des Multimedia-Schnittstellenmoduls, welche die Steuerung für Stereoanlage, GPS, DVD, Telefon und Media Player umfasst, sowie dem Kabelbaum, über den die Lautsprecher und Verstärker angeschlossen sind. Und genau an dieser Stelle setzt Molex an, in dem das Unternehmen ein neues Anschlussmodul entwickelt hat, das sich für das Reflow-Lötverfahren eignet.


Als Mitglied des MOST-Standardisierungsgremiums hat Molex sein erstes MOST-Anschlussmodul bereits 2002 vorgestellt. Mit bis zu 42 Pins ermöglicht es den Kfz-Herstellern, den Anschluss aller benötigten Multimedia-Geräte über einen einzigen Steckverbinder zu realisieren. »Das Modul ist in aktuellen Serienfahrzeugen installiert; fünf große Kfz-Hersteller in Europa setzen es in ihren unterschiedlichen Modellen ein«, berichtet Padraig Franklin, Produktmanager für die europäische Automobilindustrie bei Molex.

Das jetzt vorgestellte, gerade MOST-Anschlussmodul ist allerdings noch einmal optimiert: Üblicherweise muss das MOST-Anschlussmodul im Wellenlötverfahren auf der Leiterplatte befestigt werden, die Bestandteil des Radiorahmens ist. Die Vermeidung dieses Wellenlötverfahrens hat man allerdings als wichtigen Faktor im Hinblick auf eine effizientere und kostengünstigere Fertigung erkannt. So hat Molex in Zusammenarbeit mit führenden Herstellern in der Kfz-Industrie eine Alternative konzipiert und entwickelt.


Das MOST-Anschlussmodul der Serie 91905 ist so ausgelegt, dass es sich für das Reflow-Lötverfahren eignet. Trotzdem entspricht es der MOST-Standardabmessung mit 42 Pins: Es bietet 16 Flachkontakte für die Leistungsversorgung, zwei Sicherungskontakte und 24 quadratische 0,61mm-Signalkontakte.

Padraig Franklin betont: »In seiner Form, Abmessung und Funktion ist das Modul zur Vorgängerausführung kompatibel. Das bedeutet, dass es sich problemlos als Ersatz für MOST-Produkte anderer Hersteller verwenden lässt.« Ein großer Kfz-Hersteller in Europa habe bereits mehrere seiner Fertigungslinien erfolgreich auf das neue Molex-Anschlussmodul umgestellt. Dieser spezielle Hersteller konnte durch die Vermeidung des Wellenlötverfahrens die Prozesszeiten in der Fertigung verbessern und die Gesamtfertigungskosten reduzieren.