Intercontec sieht Ein-Kabel-Verbindungen auf dem Vormarsch Minimierung des Kabelaufwands in der Antriebstechnik

Die Nachfrage nach Hybrid-Steckern, welche die Anforderungen von industriellen Umgebungen erfüllen, nimmt weiter zu.
Die Nachfrage nach Hybrid-Steckern, welche die Anforderungen von industriellen Umgebungen erfüllen, nimmt weiter zu.

»Ein-Kabel-Verbindungen« werden nicht mehr nur diskutiert, die Hersteller von Servo- und Linear-Antrieben werben sogar mit dieser Anschlusstechnik. Das zeigt, dass die hybride Verbindungstechnik endlich in der Industrie angekommen ist. Intercontec, Hersteller der entsprechenden Steckverbinder, unterstützt und erklärt diesen Trend.

»Die Vorteile von Ein-Kabel-Verbindungen liegen auf der Hand«, betont Siegried Funk, Produkt- und Marketingmanager von Intercontec. »Die Verkabelung lässt sich auf ein Minimum reduzieren, die Systemkosten sinken.« Kostenintensives Kupfers wird eingespart. Aber auch weitere positive Effekte kommen zum Tragen, vereint man die Leistungs-, Signal- und Datenübertragung. Durch die Halbierung der Verkabelung in der Maschine verringert sich der Wartungsaufwand. Außerdem wird das System entlastet, weil Kabel und Steckverbinder als träge Masse wegfallen, die die Bewegungen an den Robotern und Maschinen mitmacht.

Intercontec gehört zu den Pionieren bei der Entwicklung von Hybridsteckverbindern. Anders als einige Mitbewerber setzt das Unternehmen dabei konsequent auf industrietaugliche Rundsteckverbinder. Bereits im Jahr 2000 hat Intercontec erstmals mit Hybrid-Steckverbindern der Bauform M32 aufhorchen lassen. Der damals präsentierte Steckverbinder mit dem Namen »twintec« vereinte die Übertragung von Signalen und Leistung in einem Gehäuse. Noch heute kommt diese Steckverbinder-Serie laut Siegfried Funk in vielen Applikationen zum Einsatz. Inzwischen ist es aber nicht mehr der »twintec«-Steckverbinder, der einen Maßstab im Bereich der Ein-Kabel-Verbindungen setzt, sondern das »htec«-System. Dieses stammt ebenfalls aus der Entwicklungsabteilung von Intercontec und bietet sogar Tri-Funktionalität. Zu den besonderen Hybrid-Eigenschaften dieser Steckverbinder-Reihe gehören neben der Signal- und Leistungsübertragung ein zusätzlich eingebundenes und separat geschirmtes Bus-Element, z.B. Ethernet. Laut Siegfried Funk ist das eine wichtige Voraussetzung für »praktikable und industrietaugliche Ein-Kabel-Verbindungen«.

Der Branchenkenner, der den Markt seit knapp zwei Jahrzehnten begleitet, davon zwölf Jahre in der Konstruktion und Entwicklung von Steckverbindern und acht Jahre im Produktmanagement, sieht in der universellen Einsetzbarkeit des Steckverbinders einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. »Die Antriebshersteller verfolgen unterschiedliche Konzepte bei der Realisierung von Ein-Kabel-Verbindung.« Aufgrund der Geheimhaltungspflicht gegenüber den Kunden will Siegfried Funk nicht näher auf die einzelnen Ansätze eingehen. Das Spektrum reiche aber von Lösungen mit Standard-Motorleitungen bis hin zu aufwändigen Spezial-Hybridleitungen. Eine Anforderung haben diese Konzepte aber gemein: »Sie müssen sich prozesssicher umsetzen lassen.«

Die Steckverbinder von Intercontec erfüllen diesen Wunsch. Sie sind laut Unternehmensangaben vibrationsfest bis 25 g, erfüllen je nach Anforderung die Schutzarten IP 67 bis IP 69K und zeichnen sich durch einen sicheren Schnellverschluss-Mechanismus aus. Intercontec entwickelt seit vielen Jahren Steckverbinder für die Automatisierungsbranche. Das gesammelte Know-how auf dem Gebiet der industriellen Verbindungstechnik hat das Unternehmen bei der Konzeption der Hybridsteckverbinder einfließen lassen.