Harting Miniaturisierte Verbindungstechnik

Miss M8ty vervollständigt Hartings Heldentrio. Sie steht stellvertretend für den M8 d-kodiert und damit für die schlanke Übertragung von Ethernet von der Cloud bis in die Spitzen der Feldverkabelung.
Miss M8ty vervollständigt Hartings Heldentrio. Sie steht stellvertretend für den M8 d-kodiert und damit für die schlanke Übertragung von Ethernet von der Cloud bis in die Spitzen der Feldverkabelung.

Sensoren können kleiner werden – es steht ihnen allerdings häufig die Anschlusstechnik entgegen. Mit Miss M8ty will Harting diese Hürde für die Miniaturisierung aus dem Weg räumen.

Sensoren, Kamerasysteme und Switches lassen sich ohne weiteres miniaturisieren. Allerdings setzt ein äußerer Faktor diesem Trend zur Miniaturisierung bisher Grenzen: die Anschlusstechnik. Damit sich künftig auch die kleinsten Komponenten im Feld über Ethernet verbinden lassen, ist es deshalb erforderlich, die Verbindungstechnik zu verkleinern. Harting geht mit dem M8 D-kodiert einen Schritt in diese Richtung.

»Der Grad der Automatisierung in der Industrie nimmt zu, gleichzeitig gibt es den klaren Trend der Miniaturisierung am Markt«, sagt Matthias Domberg, Global Produkt Manager Device Connectivity bei Harting Electronics. Im Zuge dieses Miniaturisierungstrends sind die Sensoren zu klein für die im IP67-Bereich etablierten Steckverbinder geworden.

Abhilfe soll Hartings Superheldin Miss M8ty schaffen, die stellvertretend für den „M8 D-kodiert“ steht und Fast Ethernet an Sensorik bis in die kleinste Feldapplikation verspricht. Mit Datenraten bis zu 100 MBit/s und PoE versorgt der M8 in D-Kodierung alle Abnehmer mit Power und Daten über eine kleine Schnittstelle und löst damit bisherige BUS-Systeme ab. Der 4-polige Steckverbinder kann sowohl in bestehender aktiver als auch in passiver Infrastruktur eingesetzt werden. Mit einem Kontaktdurchmesser von 0,8 mm ist er kleiner als vergleichbare Steckverbinder, gleichzeitig soll er robuster sein. Für das Steckgesicht hat das Unternehmen eine eigene Norm entworfen, die IEC 61076-2-114.

Bis in die Spitzen

Mithilfe von miniaturisierter Verbindungstechnik sind Anlagensteuerung und -überwachung keine abgeschotteten Systeme mehr, sondern können global mit anderen Standorten und den erforderlichen Informationsquellen kommunizieren. »Die Kombination aus M8 und Fast Ethernet ist noch neu, aber wir wollen von Anfang an mit dabei sein«, so Domberg. Er ist zuversichtlich, dass der „M8 D-kodiert“ zukünftig den „M12 D-kodiert“ ergänzen und sogar verdrängen wird. Damit könnte der Steckverbinder eine zentrale Rolle in der Ethernet-Kommunikation in der Feldebene einnehmen.

Erste Produkte zeigt das Unternehmen auf der Hannover Messe, darunter der M8 Leiterplattensteckverbinder für die Geräteseite in Buchsenausführung und M8 umspritzte Kabelkonfektionen als Stiftausführung.

Das Heldentrio auf der Hannover Messe


Um die Miniaturisierung der Verbindungstechnik voranzutreiben, hat Harting neben dem „M8 D-kodiert“ zwei weitere Ethernet-Steckverbinder entwickelt: Den „ix Industrial“ mit einer im Vergleich zum RJ45 um 70 % verringerten Baugröße der Buchsen und den „T1 Industrial“, einem Steckverbinder für Single-Twisted-Pair-Ethernet. Mithilfe der drei Helden und anderen Beispielen will das Unternehmen auf der Hannover Messe den konkreten Nutzen der Integrated Industry für den Kunden herausstellen. »Wir wollen den Kundennutzen erhöhen. Mit unseren Produkten und Lösungen kann der Kunde seine industriellen Prozesse effizienter gestalten«, erklärte Vorstandsvorsitzender Philip Harting auf der Harting Fachpressetagung im Vorfeld der Hannover Messe Preview. Das Unternehmen orientiert sich dabei am diesjährigen Motto der Hannover Messe: „Integrated Industry – Creating Value“.