Fraunhofer IPMS »Li-Fi«-Modul statt Stecker und Kabel

Die Li-Fi-Interconnect-Technologie ist gegenüber Funklösungen bis zu zehnmal schneller.
Die Li-Fi-Interconnect-Technologie ist gegenüber Funklösungen bis zu zehnmal schneller.

Für Industrieanwendungen, bei denen Daten schnell übertragen werden müssen oder Stecker an mechanische Grenzen stoßen, hat das Fraunhofer IPMS ein Li-Fi-Transceivermodul entwickelt. Die Technik kann bereits erprobt werden. Für Datenraten von 1, 5 und 10 GBit/s stehen Testsysteme bereit.

Die Li-Fi-Interconnect-Technologie des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden bietet insbesondere bei beweglichen oder bewegten Anlagenteilen eine hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit – und somit eine Alternative zur herkömmlichen Verbindungstechnik. Die Li-Fi-Kommunikationsmodule nutzen Licht im infraroten Bereich als drahtloses Übertragungsmedium. Sie sind eine Alternative zu verschleißanfälligen drahtgebundenen Feldbussystemen oder HF-Steckverbindern.

Die optische Technologie macht es möglich, Daten im Halb- und Vollduplex-Betrieb mit einer Geschwindigkeit von bis zu 12,5 GBit/s auf kurzen Distanzen zu übertragen. Der Transceiver ist nach Angaben des Fraunhofer-Instituts gegenüber verfügbaren Funklösungen um bis zu zehnmal schneller. Weitere Vorteile der Li-Fi-Interconnect-Technologie sind die vernachlässigbaren Bitfehlerraten sowie der niedrige Energiebedarf.

»Mit unserem Know-how im Bereich Optikdesign, Hochfrequenz-Elektronikdesign, Aufbau- und Verbindungstechnik, Hochfrequenz-Messtechnik und optischer Messtechnik sind wir in der Lage, flexibel auf die Anforderungen unserer Kunden zu reagieren«, erläutert Projektleiter Frank Deicke. Das Fraunhofer- Institut kann beispielsweise die Größe der vorhandenen Prototypen optimieren oder Reichweite und Alignement anwendungsspezifisch anpassen.