Human Machine Interface (HMI) IDEC übernimmt APEM

Durch komplementäre Produktangebote und Geschäftsmodelle sowie die geografische Präsenz ihrer beiden Unternehmen erwarten Toshi K. Funaki (IDEC, links) und Grégory Sachnine (APEM) künftig Vorteile auf den Märkten.
Durch komplementäre Produktangebote und Geschäftsmodelle sowie die geografische Präsenz ihrer beiden Unternehmen erwarten Toshi K. Funaki (IDEC, links) und Grégory Sachnine (APEM) künftig Vorteile auf den Märkten.

Der Automatisierungs- und HMI-Geräte-Hersteller IDEC mit Hauptsitz im japanischen Osaka übernimmt APEM, den im französischen Caussade ansässigen Hersteller elektromechanischer Bedienelemente.

Durch den Zusammenschluss entsteht einer der weltweit größten Hersteller von Komponenten, Panels und Systemen für HMIs mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar. Synergieeffekte erwarten die beiden Unternehmen unter anderem durch den gemeinsamen Zugang zu den Märkten in Europa, Nordamerika und Asien.

IDECs vier Hauptgeschäftsfelder sind Industrie & Sicherheit, Elektronik & Automatisierung sowie Explosionsschutz und LED-Technik. Die Produktpalette des Unternehmens reicht von Bedien-Panels und elektromechanischen Befehlsgeräten über Sensoren und Stromversorgungen bis hin zu Relais und LED-Beleuchtungen. Kundenbranchen sind unter anderem Fertigungstechnik, das öffentliche Transportwesen sowie die Agrar- und Energiewirtschaft.

APEM produziert hauptsächlich elektromechanische HMI-Komponenten wie Schalter, Taster, Joysticks, Tastaturen und LED-Indikatoren. Als seine wichtigsten Märkte betrachtet das Unternehmen Landwirtschaft, Material-Handling, Medizintechnik, Luftfahrt, Verteidigung und das Transportwesen.

Mit der Akquisition will IDEC eine solide Grundlage für weltweites Wachstum legen, seine Produkt- und Dienstleistungspalette deutlich vergrößern sowie einen Zugang zu neuen Kunden und Märkten eröffnen. Wegen der traditionell starken Position von APEM in Europa erwartet IDEC dort eine signifikante Umsatzsteigerung. Gleichzeitig soll die starke Präsenz von IDEC in Japan bzw. Asien neue Vertriebsmöglichkeiten für APEM-Produkte schaffen und so dazu beitragen, die auf diesem Kontinent bereits bestehende Geschäftstätigkeit von APEM weiter voranzubringen.

APEM wird sowohl seine Produktmarken beibehalten als auch mit dem bestehenden Führungsteam seine künftige strategische Entwicklung planen und die entsprechenden Maßnahmen umsetzen. Im Zuge der Fusion erweitern sich auch die Zuständigkeiten des Deutschland-Chefs von APEM: Michael Schulze wird zusätzlich Geschäftsführer der IDEC Elektrotechnik GmbH mit Sitz in Hamburg sowie der APEM AB in Kista bei Stockholm. Damit übernimmt er die Gesamtverantwortung für APEM/IDEC in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Skandinavien.