Industrie 4.0 Fünf Trends bei Industrie-Steckverbindern

M12-Steckverbinder für die kompakte Leistungsversorgung. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Steckverbinder zunehmend in der industriellen Verbindungstechnik durchsetzen werden. Zu sehen ist hier die Ausführung mit S-Kodierung.
M12-Steckverbinder für die kompakte Leistungsversorgung. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Steckverbinder zunehmend in der industriellen Verbindungstechnik durchsetzen werden. Zu sehen ist hier die Ausführung mit S-Kodierung.

Durch die zunehmende Vernetzung – Stichwort Industrie 4.0 – verändern sich die Anforderungen an die Steckverbinder. Derzeit zeichnen sich gleich mehrere Trends ab.

Trend 1: Höhere Steckzyklen

Weil Fertigungsstraßen zunehmend modular aufgebaut werden und gleichzeitig immer mehr mobiles Equipment in der Automatisierung zum Einsatz kommt, muss die Lebensdauer der Steckverbinder zum Teil an höhere Steckzyklen angepasst werden.

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Steckverbinder für neue Anforderungen in der industriellen Verbindungstechnik

Dieser Steckverbinder erfreuen sich derzeit einer steigenden Nachfrage aufgrund von veränderten Anforderungen in der Industrie-Umgebung:

Hochwertige Steckverbinder, wie zum Beispiel der »ODU-MAC«, sind auf dem Vormarsch. Dieses Steckverbindersystem besteht aus einem Grundrahmen und kann mit unterschiedlichen Übertragungsmodulen individuell bestückt werden. »Unser Steckverbindersystem ist gefragter denn je. Der Bedarf nach modular aufgebauter, kompakter und zuverlässiger Verbindungstechnik steigt«, berichtet Bernhard Säckl, Produktmanager von ODU.

Das ODU-MAC-System gewährleistet mindestens 100.000 Steckzyklen bei stabilen Übergangswiderständen. »In vereinzelten Kundenapplikationen haben unsere ODU-MAC-Steckverbinder im Alu-Andockrahmen sogar über 1 Mio. Steckzyklen ohne Ausfallerscheinungen erreicht!«.

Aufgrund einer speziellen Drahtfeder-Kontakttechnologie, dem »ODU Springtac«, ist das Steckverbindersystem vor allem auf anspruchsvolle Anforderungen zugeschnitten, wie sie etwa in der Medizintechnik gefordert sind. In der Automatisierung kann das modulare Steckverbindersystem zum Beispiel in Pick-and-Place-Automaten für die Leiterplattenbestückung seine Vorteile ausspielen. Hier wird das Zufuhrmodul – also der Feeder –   über den Steckverbinder angedockt, weshalb die Kontaktsicherheit auch nach vielen Steckzyklen eine wesentliche Anforderung ist.

Auch Harting hat seine modularen Steckverbinder der »Han«-Reihe an höhere Steckzyklen angepasst. Jüngst hat das Unternehmen seine bewährte Han-Serie um den Han-Modular-Gelenkrahmen HMC erweitert. Dieser unterscheidet sich vom konventionellen Gelenkrahmen insbesondere hinsichtlich des PE-Kontakts. Dieser ist speziell beschichtet und zusätzlich stabil im Rahmen fixiert. Die Modifikationen ermöglichen eine Nutzung des Gelenkrahmens auch für hohe Steckzyklen ohne Einschränkung des Leistungsvermögens.