Passend verkabeln Freikonfektionierbare Steckverbinder von M16 bis M27

Passend verkabeln mit umspritzten Steckverbindern

Auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind freikonfektionierbare, umspritzte Steckverbinder. Diese Verbindungskomponenten bieten Vorteile etwa in der industriellen Fertigungsautomation, im Werkzeugmaschinenbau und in Windkraftanlagen.

Freikonfektionierbare Rundsteckverbinder haben sich in zahlreichen Applikationen durchgesetzt: »Seit Mitte der 80er Jahre haben sie sich etabliert - je nach Anwendung mit einem Verriegelungsgewinde in den Größen M17, M23, M40 oder M58«, berichtet Kathrin Gärttner, Produkt Marketing Manager für die Industriesteckverbinder Pluscon Circular von Coninvers. Die Hauptanwendungsgebiete für die umspritzten Steckverbinder finden sich heute dort, wo Steuereinheiten mit einem elektrischen Antrieb verbunden sind.

Die Personalisierung des Steckverbinders

Der größte Vorteil der freikonfektionierbaren Rundsteckverbinder liegt natürlich in dem hohen Maß an Flexibilität und Individualität: »Kundenspezifische Kabellängen sowie farbliche Markierungen an den Steckverbindern ermöglichen eine Personalisierung des Produktes«, verdeutlicht Kathrin Gärttner. Aus zahlreichen Kabeltypen und Kabellängen kann der Kunde die für ihn passende Lösung auswählen. Auch die Kabelbeschriftungen und Etiketten können Anwender-spezifisch gestaltet werden.

 

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Umspritzte Steckverbinder

Umspritzte Steckverbinder

Zudem ermöglichen farbliche Markierungen am Steckverbinder eine zusätzliche Differenzierung. Dieser Vorteil kommt beispielsweise bei größeren Anlagen mit vielen unterschiedlichen Steckverbindern zum Tragen, weil man dadurch die Verwechslungsgefahr reduziert. »Bereits im Vorfeld werden potenzielle Verkabelungsfehler eliminiert; auch der Anschluss der Steckverbinder vereinfacht sich erheblich.« Ein wichtiges Kriterium für den Anwender ist natürlich die schnelle Verfügbarkeit, ein Aspekt der am Steckverbindermarkt weiter an Bedeutung gewinnt. »Umspritzte Steckverbinder erfüllen auch diese Anforderung«, betont Gärttner. »Die Steckverbinder werden unter anderem nach den Wünschen des Kunden als eigenständiger Artikel geführt.«

Manipulation ist nahezu ausgeschlossen

Ein weiterer Vorteil dieser Verbindungstechnik-Variante ist, dass kunststoffumspritzte Steckverbinder manipulationssicher sind. Denn beim Öffnen oder bei einer versuchten Reparatur würde der Steckverbinder zerstört. »Das erhöht die Sicherheit!« Der Steckverbinder wird im Werk auf seine Funktionsfähigkeit überprüft: Die Leitungen werden gründlich getestet, eine Hochspannungsprüfung erfolgt ebenso wie eine Überprüfung der Polbelegung mittels Niederspannungsprüfung oder mittels PE-Anbindung an das Gehäuse. Weil nahezu keine Manipulation möglich ist, ist die Funktionsfähigkeit also gegeben.

Angeschlossen wird der umspritzte Steckverbinder direkt in der Anlage, und zwar ohne Spezialwerkzeug. Zeit- und kostenintensive Tätigkeiten entfallen – etwa das Abisolieren der Litzen oder das Crimpen und Löten der Kontakte. Auch ein Laie kann das Kabel anschließen: Der Steckverbinder wird nur noch gesteckt und verriegelt, und die Anlage kann den Betrieb aufnehmen. Das Crimpen oder Löten der Kontakte sowie die Schirmauflage erfolgen noch vor dem Umspritzvorgang beim Hersteller.

Viele Bauformen sind verfügbar, Schnellverriegelung inklusive

Verfügbar sind Rundsteckverbinder bekanntlich in einer Fülle unterschiedlicher Bauformen: von geraden und gewinkelten Kabel- und Kupplungs-Steckverbindern über so genannte T-Koppler, die als Verteilergehäuse dienen, bis hin zu Geräte-Steckverbindern mit zentralem Befestigungsgewinde für die Hinterwand-Montage. Die Firma Coninvers, die zur Phoenix Contact gehört, bietet die umspritzten Rundsteckverbinder zur Signal- und Leistungsübertragung mit den Verriegelungsgewinden M16, M23 und M27 an, sowie seit kurzem auch in der Ausführung M17. Eine Besonderheit ist, dass die umspritzten Steckverbinder auf Wunsch auch mit dem Schnellverriegelungssystem »Speedcon« verfügbar sind. Dieses erlaubt es, »blind« auf dem Geräteflansch zu stecken und mit nur einer halben Umdrehung der Rändelmutter die Verbindung zu verriegeln. Die Eigenschaften in punkto Dichtigkeit und Rüttelfestigkeit sind dabei laut Unternehmensangaben genauso gut wie beim konventionellen Schraubgewinde. Das Konzept erleichtert unter anderem die Handhabung bei beengten Einbauverhältnissen.

Ausführungen mit Speedcon-Verriegelung lassen sich in den Größen M17 und M23 realisieren. Außerdem ist der Kupplungs-Steckverbinder kompatibel zur Speedcon-Verriegelung und zum metrischen Standard-Gewinde.