Neuer Wind bei Rittal Erste Filterlüfter mit Diagonaltechnik

Die neuen TopTherm-Filterlüfter

Ist bisher die Wahl bei Filterlüftern – abhängig von der jeweiligen Anwendung – entweder auf Axial- oder auf Radiallüfter gefallen, so führt Rittal nun die technischen Vorzüge beider Systeme zusammen.

Eine konstante Luftleistung und eine gleichmäßige Luftverteilung im Schaltschrank hat Rittal bei der Entwicklung der neuen Filterlüfter-Generation angestrebt. Das Ergebnis sind die »TopTherm-Filterlüfter«, die erstmals auf Diagonallüftertechnik basieren. Diese Lüftertechnologie zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass die Ausblasrichtung nicht wie bisher in Achsrichtung des Lüfters, sondern diagonal nach außen weg verläuft. Das begünstigt die gleichmäßige Luftverteilung im Gehäuse oder Schaltschrank und verhindert gleichzeitig die Bildung von Wärmenestern. »Die entscheidenden Vorteile beim Luftstrom sind die steilere Kennlinie und der höhere Drucksattel«, verdeutlicht Ralf Schneider, Leiter Produktmanagement Klimatisierung von Rittal. »Daraus resultieren eine höhere Druckstabilität und im eingebauten Zustand unter Betriebsbedingungen eine konstante Luftleistung über einen breiten Bereich.« Der schöne Nebeneffekt: Ohne einen Leistungsverlust in Kauf nehmen zu müssen, ergeben sich längere Standzeiten für die Filtermatten. Gerechnet auf die gesamte Lebensdauer der Filterlüfter lassen sich dadurch Montagezeit und Montagekosten einsparen. Ein weiterer Vorteil der Diagonaltechnik ist die flache Bauform, die sich bei der Konstruktion der Filterlüfter umsetzen lässt.

Werkzeuglos montieren

Daneben hat Rittal seine schlanken Filterlüfter so optimiert, dass sie sich komplett werkzeuglos montieren lassen. Die Handhabung beim Filtermattenwechsel und bei der Wartung gestaltet sich laut Unternehmensangaben einfach und problemlos. So lässt sich beispielsweise bei der Wartung durch einen neuenartigen Entriegelungsmechanismus das Lamellengitter einfach nach vorne klappen, wo es in einem Öffnungswinkel von rund 70 Grad fest einrastet. Durch dieses Einrasten hat der Anwender bei dem Filtermattenwechsel beide Hände frei. Zur Reinigung und zum Austausch der Filtermatte lässt sich das Gitter durch die Betätigung einer zweiten Rastung vollständig abnehmen. Auch bei den Austrittsfiltern ist der Vorgang der gleiche.

 

Die Montageausbruchmaße bei der neuen Filterlüftergeneration sind identisch mit denen der Vorgängermodelle von Rittal. Bei der Installation können die Filterlüfter durch das bewährte, einrastende Montagesystem problemlos in den vorbereiteten Montageausbruch eingesetzt werden. Federzugklemmen, in welche die Drähte bzw. Aderhülsen eingeschoben werden, ersetzen beim elektrischen Anschluss herkömmliche Schraubenklemmen.
Zur Leistungssteigerung lassen sich mehrere Filterlüfter lückenlos ohne störende Fugen aneinander reihen. Zur Verfügung stehen die »TopTherm«-Filterlüfter in einem erweiterten Luftleistungsspektrum von 20m3/h bis 900m3/h (Vorgänger 700m3/h). Neben den Standard-Filterlüftern sind auch EMV-Filterlüfter erhältlich. Des Weiteren gibt Rittal bekannt, dass man bereits an der Entwicklung einer »EcoComfort«-Baureihe arbeite.