Rosenberger OSI Daten über Glasfaser im Haus unterwegs

Das Portfolio PerConnect von Rosenberger OSI basiert hardwareseitig auf einer einseitigen Vorkonfektionierung der Kabel.

Moderne Geschäftsanwendungen generieren heute so viele Daten wie nie zuvor – ein Ende des steigenden Datenvolumens ist vorerst nicht in Sicht. Bei Neubauten ist es deshalb sinnvoll, von Anfang an auf ein zukunftsorientiertes Verkabelungskonzept zu setzen.

Obwohl die Verkabelung im Kommunikationsverbund zwischen Rechenzentrum und den Arbeitsplätzen in Büros oder Fertigungsstätten ein zentrales Element ist, fristet sie in der Aufmerksamkeitsskala ein Schattendasein. Im Tagesbetrieb findet sie meist kaum Beachtung, so Dr. Gerald Berg, Prozessverantwortlicher Sales & Marketing bei Rosenberger Optical Solutions & Infrastructure (Rosenberger OSI) in Augsburg: »Das Erstaunen ist allerdings groß, wenn die Kabel nicht mehr funktionieren – sei es wegen der Überlastung, sei es, weil sie einfach veraltet sind.«

Für eine zukunftsorientierte Gebäudeverkabelung bietet sich ihm zufolge eine Kombination von vorkonfektionierten Glasfaser- und kupferbasierten Kabeln an. Für die Glasfaser spricht deren nahezu unlimitierte Übertragungskapazität. Bei Anwendungen aus dem Bereich Industrie 4.0 oder BigData, wo hohe Verfügbarkeit und Performance gefragt sind, gelten Glasfaserkabel als zukunftssichere Lösung. Daher halten Verkabelungsexperten den Einsatz von Mehrfasersteckverbindern inzwischen auch in der Gebäudeverkabelung für sinnvoll.

Mit seinem einseitig vorkonfektionierten System PerConnect ermöglicht Rosenberger OSI den Installationsteams auf Baustellen zum Beispiel eine schnelle Verlegung der Kabel durch bereits vorhandene Kabelführungssysteme. »Bei der Entwicklung des LWL-Portfolios von PerConnect haben wir Wert darauf gelegt, den Durchmesser der Kabel möglichst niedrig zu halten«, berichtet Paul Maier, Produktmanager bei Rosenberger OSI. »Der geringe Durchmesser der Kabel führt zu einer Reduzierung der Brandlast. Außerdem verbessern sich die Ausbaumöglichkeiten erheblich, weil die Kabelkanäle weniger ausgelastet sind.« Das Kabel-Portfolio ist gelfrei, was dem Installateur einen aufwendigen Reinigungsprozess vor Ort erspart. Das Splicen kann damit ohne Verzögerung beginnen.

Brandschutz ist essenziell

Ein wichtiges Kriterium bei der Planung einer neuen Gebäudeverkabelung ist der Brandschutz. Die EU-Bauproduktenverordnung (CPR) empfiehlt für die Gebäude-Verkabelung Produkte, die der höchsten Brandschutzklasse entsprechen. Dazu zählen zum Beispiel Kabel, die in die TPA-Klasse B2 eingestuft werden. »Bei einer Neuverkabelung muss der Kunde die Entscheidung für eine bestimmte Brandklasse treffen«, erläutert Dr. Berg. »Zwar ist nicht überall der höchste Brandschutz notwendig oder von der EU-Verordnung empfohlen, aber mit Blick auf die Zukunft macht es durchaus Sinn, sich von vornherein für Komponenten der höchstmöglichen Brandschutzkategorie zu entscheiden, denn im Ernstfall geht es schließlich um Menschenleben.« Auch hinsichtlich der Investitionssicherheit mache die Entscheidung für einen hohen Brandschutz Sinn, denn der Lebenszyklus einer Gebäudeverkabelung liege bei 10 bis 15 Jahren, manchmal sogar länger, so Dr. Berg.

Bei einer neuen Gebäudeverkabelung ist es nicht damit getan, nur einige Kabel neu zu ziehen oder weitere Anschlussdosen zu installieren. Vielmehr sollte ein zukunftssicheres Verkabelungsprojekt gemeinsam mit Fachleuten geplant werden. Schon während der Planungsphase lassen sich so mögliche Anforderungen berücksichtigen, die durch Industrie 4.0 und das Internet der Dinge auf ein Unternehmen zukommen. Oft ist es nicht einmal notwendig, eine vollständig neue Gebäudeverkabelung aufzusetzen. Im Zuge eines „Revitalisierungs-Projektes“ lässt sich mit modernen Kabelgenerationen meist auch die Modernisierung eines vorhandenen Netzwerkes vorantreiben.

»Dabei ist es nicht notwendig, die gesamte Infrastruktur zu ersetzen. Vielmehr reichen oft schon kleinere Anpassungen, um diese effizienter zu gestalten«, so Paul Maier. Damit lasse sich eine Umgebung auch auf zusätzliche Anforderungen vorbereiten, die Industrie 4.0, IoT und Big Data an eine IT-Umgebung im geschäftlichen und industriellen Umfeld stellen.