Pfannenberg Cloud-fähige Schaltschrank-Klimatisierungsgeräte

Nicht nur kommunikations-, sondern sogar Cloud-fähig sind die Kühlgeräte der Serie »εCool X« von Pfannenberg.
Nicht nur kommunikations-, sondern sogar Cloud-fähig sind die Kühlgeräte der Serie »εCool X« von Pfannenberg.

Pfannenberg hat als nach eigenen Angaben erster Hersteller kommunikationsfähige Schaltschrank-Klimatisierungsgeräte entwickelt, die sich direkt in die Automatisierungssysteme der Anwender einbinden lassen.

Die als Serie »εCool X« bezeichneten Kühlgeräte können dann wichtige Geräteparameter mittels Cloud für die Fernwartung bereithalten.

Via Modbus stellen die Geräte relevante Zustands- und Diagnosedaten sowie Alarmzustände als physische Parameter zur Verfügung. Damit lassen sich solche Daten laut Pfannenberg erstmals direkt in die Maschinensteuerung zur Weiterverarbeitung und Visualisierung einbinden. Auf dieser Basis ermöglicht das Unternehmen Anwendern in Kooperation mit der Telekom Deutschland AG, die Kühlgeräte über eine Cloud-Lösung aus der Ferne zu überwachen. Ein GSM-Modul mit integrierter SIM-Karte empfängt die Daten der angeschlossenen Kühlgeräte via Modbus und überträgt sie über eine sichere Mobilfunk-Verbindung an die Cloud, ohne dass ein Eingriff in die IT-Struktur des Unternehmens erforderlich wäre. Anwender des Systems vermögen folglich live und ortsunabhängig nützliche Geräteparameter über einen Webbrowser abzurufen, um die Geräte effizient überwachen und präventiv warten zu können.

Der Aufbau der Cloud-Lösung sieht folgendermaßen aus: Die Kühlgeräte kommunizieren via Modbus mit dem angeschlossenen Kommunikationsmodul, das die empfangenen Daten in Echtzeit über eine sichere Mobilfunk-Verbindung an die Cloud-Server der Telekom überträgt. Die eingehenden Daten werden dort gegebenenfalls für eine Darstellung aufbereitet und live auf einer speziellen Website, dem Dashboard, angezeigt. Abrufen lässt sich die Website losgelöst vom laufenden System über einen gängigen Webbrowser. Anwender können sich das Dashboard beispielsweise über einen externen Bildschirm am Schaltschrank oder über Internet-fähige Endgeräte anzeigen lassen.

Weil das System Datentransparenz schafft und die Ferndiagnose ermöglicht, vereinfacht es die Geräteüberwachung und reduziert den Wartungsaufwand. So zeigt eine Kontrolllampe an, wenn Verschleißerscheinungen vorliegen, denen Anwender durch fällige oder vorbeugende Wartung begegnen können. Zudem werden verschiedene Zustände und Alarme signalisiert, beispielsweise Gerät läuft, Schaltschranktür geöffnet, Übertemperatur intern oder extern detektiert. Diese Statusanzeigen lassen sich sowohl als Warnungen an den Betreiber nutzen als auch in automatisierte Steuerungssysteme von Produktionsanlagen einbinden. Die Analyse der thermischen Belastung über einen längeren Zeitraum ermöglicht außerdem, die Wartungsintervalle gemäß den Umgebungsbedingungen am Einsatzort exakt zu bestimmen.

Darüber hinaus werden Temperaturen und Geschwindigkeiten einzelner Bauteile wie Kompressor oder Lüfter aufgezeichnet. Die Auswertung der Daten über einen längeren Zeitraum kann beispielsweise zeigen, dass das Gerät ununterbrochen im Grenzbereich läuft und die berechnete Kühlleistung möglicherweise nicht ausreicht, worauf Anwender entsprechend reagieren können.

Die »εCool-X«-Kühlgeräte sind ausschnittkompatibel sowohl zu den Luft/Luft- und Luft/Wasser-Wärmetauschern von Pfannenberg als auch zu den bestehenden »εCool«-Kühlgeräten. Das bedeutet, dass Anwender problemlos ohne mechanische Nachbearbeitung auf die kommunikationsfähige Version upgraden können.

SPS IPC Drives: Halle 5, Stand 339