Für hochauflösende Videosignale BNC-Stecker setzt neue Maßstäbe

Die steigende Qualität in der Bildübertragung erfordert eine sorgsame Auswahl an Komponenten. Mit dem Übergang auf 4K- und 8K-Signale wird zum Beispiel das Design des Steckverbinders immer wichtiger, vor allem in Hinblick auf die Impedanz.

Bei den neuen „rear Twist“-UHD-BNC-Steckverbindern von Neutrik handelt es sich um 75-Ohm-Typen. Die Steckverbinder haben also ein exaktes 75-Ohm-Design, das den hohen Anforderungen an HDTV gerecht wird. Die Einhaltung dieser Impedanz ist dabei von besonderer Bedeutung, da jede Abweichung einen negativen Einfluss auf die Rückflussdämpfung hat, ebenso wie auf die Voltage Standing Wave Ratio (VSWR), zu deutsch Stehwellenverhältnis. Und das sind die beiden wichtigsten Messwerte für reflektierende Signale in der Übertragungsleitung. Besonders bei hohen Datenraten bis 24 GBit/s, wie sie bei der Übertragung von UHD-Signalen (Ultra High Definition) vorkommen, führt eine Impedanz-Fehlanpassung zu einer enormen Rückflussdämpfung.

Das „rear Twist“-Design der Steckverbinder von Neutrik ist speziell für hohe Frequenzen ausgelegt. Die UHD-BNC-Steckverbinder des Unternehmens unterscheiden sich von Wettbewerbsprodukten beispielsweise durch ihre einzigartige Isolator-Form in Kombination mit einem verkleinerten Durchmesser des goldbeschichteten Kontaktpins. Die Beschichtung des äußeren und inneren Kontakts ist bei Videosteckverbindern wichtiger als bei Audiosteckern mit niedrigeren Frequenzen, da der Skin-Effekt bei höheren Frequenzen ausgeprägter ist.

Messung der Rückflussdämpfung

In Messungen kann Neutrik eindeutig nachweisen, dass das Design Einfluss auf die Rückflussdämpfung hat. So gewährleisten die Steckverbinder eine UHD-Datenübertragung innerhalb des geforderten Rückflussdämpfungsbereichs mit ausreichend Reserve zum UHD-Limit. Im Vergleich zu zwei relevanten Wettbewerbsprodukten schneidet der Neutrik-Steckverbinder besser ab – bietet also einen größeren Headroom. Dies ist vor allem deswegen wichtig, weil nicht nur das Steckverbinder-Design ausschlaggebend für die Rückflussdämpfung ist, sondern auch andere Faktoren wie die Kabelbiegung oder eine fehlerhafte Assemblierung eine Rolle spielen können.

Als Messverfahren hat Neutrik die „Time Domain Gating“-Methode (TDG) herangezogen. Diese ermöglicht eine leichte Visualisierung und Lokalisierung von Impedanz-Abweichungen. Das Messobjekt wird dabei über ein kurzes Adapterkabel mit dem Netzwerk-Analysator verbunden, der es speist und zugleich die dabei auftretenden Signaländerungen erfasst. Das gemessene Signal wird vom Frequenzbereich auf einen Zeitbereich übertragen. Ähnlich wie bei einem konventionellen Zeitbereichs-Reflektometer (TDR) können so alle Impedanz-Abweichungen von BNC-Steckern, Kabel, usw., eindeutig bestimmt werden. Die Messergebnisse sowie der genau Messablauf sind einem White Paper beschrieben, das Neutrik auf seiner Webseite (www.neutrik.de) allen Interessierten zum Download zur Verfügung stellt.