Multimode-Glasfasern: 40 GbE über eine Entfernung von 600 Metern

Mehrfasersteckverbinder für Multimode-Glasfasersysteme, die sich auch für künftige Generationen leistungsfähiger Rechenzentren eignen.
Mehrfasersteckverbinder für Multimode-Glasfasersysteme, die sich auch für künftige Generationen leistungsfähiger Rechenzentren eignen.

Das schnelle Wachstum von Data Centern hat zur Folge, dass man heute teure Single-Mode-Verbindungen einsetzt, die die Längengrenzwerte des Standards IEEE 40 G für Multimode-Glasfasern bereits überschreiten. Anders die Lösung von R&M. Die Firma garantiert über günstige Multimode-Glasfasersysteme die Übertragung von 40 GBit-Ethernet mit einer Länge von 600 Metern.

Die Technologie-Allianz von Reichle & De-Massari mit Finisar, dem größten Anbieter von Komponenten und Subsystemen für faseroptische Kommunikationssysteme, schlägt sich nun in einer Erhöhung der Reichweite für Glasfaserverkabelungssysteme nieder. Somit stellt Kombination aus dem R&M-Multimode-Glasfaserverkabelungssystem und dem parallel optischen Glasfasermodul »QSFP+« von Finisar eine kosteneffiziente Methode dar, um derzeitige 10-GBit-Netze in Rechenzentren auf künftige 40G-Fabrics umzurüsten.

Im Detail sieht die Reichweitenerhöhung wie folgt aus: R&M spezifiziert 330 Meter über OM3-Verkabelung und 600 Meter über OM4-Verkabelung mit jeweils vier MTP-Verbindungen dazwischen. Dank diesem Systemaufbau ist die Rechenzentrumsbranche in der Lage, Entfernungen von mehr als 100 m bei OM3 und 150 m bei OM4 - also den derzeit spezifizierten Entfernungen gemäß der Norm IEEE 802.3ba 40GBASE-SR4 - leichter zu überbrücken. Darüber hinaus sind auch Entfernungen von mehr als 300 m bei OM3 bzw. mehr als 400 m bei OM4 machbar, welche nach der Norm IEEE 802.3ae 10GBASE-SR für 10 GBit/s-Verbindungen spezifiziert sind. Bei einer Reichweite von 600 m bedeutet dies, dass praktisch alle LWL-Verkabelungsstrecken in Rechenzentren mit dem Glasfaserverkabelungssystem OM4 realisiert werden können. Der Radius fabric-basierter Architekturen, bei denen 40G-Uplinks zum Verbinden der Aggregation- und der Core-Switching-Layer über 600 m eingesetzt werden, kann deutlich gesteigert werden. Netzwerkarchitekten profitieren damit von der Flexibilität, günstige Multimode-Glasfasersysteme anstelle von teuren Single-Mode-Systemen einsetzen zu können. Laut Herstellerangaben ergeben sich daraus Kosteneinsparungen von bis zu 60 Prozent für 600-m-Verbindungen im Vergleich zu einer Single-Mode-Alternativlösung! Bei Entfernungen unter 600 m können Einsparungen von mehr als 9000 Euro pro Verbindung realisiert werden, ohne jegliche Abstriche bei der Zuverlässigkeit, Qualität und Zukunftssicherheit der Investitionen in Kauf nehmen zu müssen, so die Angaben von R&M.