Mouser Electronics »Wir setzen weiterhin auf den Channelmix«

Mark Burr-Lonnon, Mouser: »Mit dem Erfolg des letzten Jahres im Rücken sind wir für 2011 sehr optimistisch«.
Mark Burr-Lonnon, Mouser

Um fast 200 Prozent konnte Mouser im vergangenen Jahr den Umsatz in Europa steigern und ist auch für dieses Jahr in punkto Europageschäft sehr zuversichtlich. Mit der Umsetzung ihrer Europa-Präsenz kommt Mouser ebenfalls gut voran: Gerade haben die Texaner zwei neue Standorte in Spanien und der Tschechischen Republik eröffnet und wollen weitere im 3. Quartal folgen lassen.

»Wir bekräftigen damit unser erklärtes Ziel, einen lokalen Kundenservice auch in Bezug auf Sprache, Zeitzone und Währung zu leisten«, erklärt Mark Burr-Lonnon, Vice President Asia and Europe von Mouser Electronics. Im Moment hat Mouser europäische Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, der Tschechischen Republik und Italien und eine Geschäftsstelle in Israel. Hinzu kommt außerdem der Live Chat in acht verschiedenen Sprachen. Auch arbeite Mouser jetzt mit mehr europäischen Anbietern zusammen, um ein möglichst umfassendes Angebot an fortschrittlichen Technologien über sämtliche Produktkategorien hinweg bieten zu können, so Burr-Lonnon. Mouser hat allein innerhalb der ersten Monate dieses Jahres 22 neue Hersteller hinzugewinnen können.

Beliefert werden weltweit alle Regionen aus dem Zentrallager in Texas, Nahe dem Flughafen in Dallas/Fort Worth. So könne Mouser jeden Punkt auf der Welt in 2 bis 3 Werktagen beliefern. Und an dieser konsequenten Single-Lager-Strategie will Mouser auch erst einmal festhalten: »Im Moment haben wir zwar keine konkreten Pläne, unseren Vertrieb umzustellen, aber das muss wegen der sich ständig ändernden Marktgegebenheiten natürlich immer wieder geprüft werden«, erklärt der Vice President. Dass zwei Tage Lieferzeit für Europa nicht schnell genug sind, verneint Burr-Lonnon entschieden: »Wir bekommen täglich Rückmeldungen von unseren Kunden und die große Mehrheit hat an einer Lieferzeit von zwei Tagen nichts auszusetzen. Darüber hinaus ist der Versand ab einem Bestellwert von 75 Euro kostenfrei.« Außerdem könne der Kunden bei Mouser ungeachtet von Standardverpackungsgrößen auch nur die benötigte Menge bestellen und das, so Burr-Lonnon sei schließlich ein großer Vorteil, weil Mouser dem Kunden dadurch unnötige Kosten für überschüssige Bestände erspare. Ein funktionierendes Supply-Chain-Management ist für einen Katalogdistributor wie Mouser das »A und O«: So arbeitet Mouser zusammen mit den Kunden eng an den Termin- und Produktionsplänen und passt den Lagerbestand an die jeweiligen Kundenbedürfnisse an. »Um den Anforderungen von Design-Ingenieuren und Einkäufern von Kleinmengen gerecht werden zu können, müssen wir über einen möglichst breit gefächerten Produktbestand verfügen«, so Burr-Lonnon. Generell führt der Katalogdistributor über 400.000 Teile im Bestand. Über die Webseite Mouser.com sind etwa 1,9 Millionen Bauteile direkt bestellbar.

Mouser setzt anders als Digi-Key nicht ausschließlich auf »online«, sondern auf den Channelmix aus den drei Verkaufskanälen Interent, Katalog und Telefon. »So kann der Kunden jederzeit problemlos auf die neuesten Produkte für die Entwicklung zugreifen, denn eine Idee zu einem neuen Design kann man zu jeder Tageszeit und an jedem Ort haben. Wir lassen den Kunden die Wahl, wie sie ihre Geschäfte am liebsten abwickeln, anstatt sie in Richtung einer bestimmten Option zu lenken«, betont Burr-Lonnon. Aber nichtsdestotrotz betrachtet Mouser die online- und E-Commerce-Möglichkeiten der eigenen Webseite als Wettbewerbsvorteil. »Logischerweise verlagert sich das Geschäft immer mehr zum Online-Vertrieb«, so Burr-Lonnon. »Diesen Trend nehmen besonders in wirtschaftlich weit entwickelten Regionen wie Europa alle Distributoren wahr.« Neben über 5 Millionen Datenblättern kann der User über die Mouser-Webseite auf herstellerspezifische Referenzdesigns, Anwendungshinweise, technische Entwurfsinformationen, anwendungs- und produktbezogene Microsites und viele weitere Tools für das Engineering und die Teilelistenerstellung auf der zugreifen, um den Entwicklungsprozess so kurz wie möglich zu gestalten. Speziell optimiert hat Mouser seine Webseite auch für den Zugriff über mobile Geräte. Dieses Angebot geht weit über eine mobile Standard-App hinaus: Unterstützt werden mehr als 25 verschiedene mobile Plattformen, inklusive iPhone und iPad. »Es gibt im Moment niemanden in der Branche, der mehr Smartphones und Tablet-PCs unterstützt als wir bei Mouser«, so Burr-Lonnon.