Autonomes Fahren Wenn Sensoren menschliche Sinne ersetzen

Autonome Autos In fast allen automobilen Klassen nehmen die Kundennachfrage nach Fahrer­assistenzsystemen – Advanced Driver Assistance Systems - ADAS - und entsprechende Herstellerangebote zu.

Einer Umfrage zufolge glauben 41 Prozent der Deutschen daran, dass selbstfahrende Autos den Verkehr sicherer machen. Das ergab die Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid. Voraussichtlich ab 2025 soll das autonome Fahren marktreif sein. Eine  vollständige Kontrolle des Fahrzeugs in allen Situationen und bei jeder Geschwindigkeit wird durch innovative und präzise Sensoren sowie effiziente Mikrocontroller erreicht. Eine große Anzahl an Fahrerassistenzsystemen findet in neuen Automobilen schon heute ein breites Anwendungsfeld.

Warum autonomes Fahren?

Fahrerassistenzsysteme unterstützen Autofahrer in bestimmten Fahrsituationen, machen das Fahren sicherer. Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden kam es im Jahr 2015 zu über 2,5 Mio. Verkehrsunfällen, wovon 305.659 mit Personenschaden waren. Diese Zahl wird aller Voraussicht nach durch ADAS stark verringert werden. In der Automobilbranche werden mit die höchsten Ansprüche in Bezug auf die funktionale Sicherheit (ISO 26262) von Systemen und einzelnen Komponenten gefordert und umgesetzt, in Verbindung mit Sensorik und effizienten Mikrocontrollern.

Mit Hilfe streckenbezogener Informationen wie aktuelle Ampelstati, Stauinformationen und Streckendetails wird ADAS zur CO2-Reduzierung beitragen. Unnötiges Beschleunigen vor einer roten Ampel oder das effiziente Umfahren von Verkehrsstaus sind nur zwei Beispiele. Somit sind die 2020 von der EU angestrebten Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von 95 g/km erreichbar.

Der spürbare und sichtbare Vorteil  für den Endverbraucher ist die Steigerung des Fahrkomforts. Während der Fahrt kann der Fahrzeugführer die Konzentration anderen Dingen zuwenden.

Aktuelle Fahrzeuge besitzen schon Assistenzsysteme, jedoch hat der Fahrer immer noch die komplette Kontrolle über das Fahrzeug. Nach der Klassifizierung der Society of Automotive Engineers (SAE) für autonomes Fahren entspricht diese Ebene dem SAE-Level-3. Das SAE-Level-3 wird als „Bedingte Automatisierung“ bezeichnet. Abhängig vom Fahrmodus werden alle Elemente der dynamischen Fahraufgabe durch ein automatisches Fahrsystem übernommen. Der Fahrer muss nur angemessen auf die Anforderungen reagieren. Ein Beispiel hierfür ist der automatische Parkpilot, der in fast allen Oberklassewagen erhältlich ist.