Macnica ist weltweit auf der Erfolgsspur Weitere Übernahmen nicht ausgeschlossen!

Jürgen Pöschl, Macnica
Jürgen Pöschl, Macnica: »In der Zwischenzeit sind wir eine feste Größe, und unsere Mitbewerber sehen uns mit ganz anderen Augen.«

Der japanische Distributor Macnica war in den letzten Jahren weltweit kräftig auf Einkaufstour, um das Unternehmen als Global Player zu etablieren. Inzwischen ist Macnica auch in Deutschland ein Begriff und soll durch die vollständige Übernahme des Distributors Scantec weiter wachsen. Laut Jürgen Pöschl, Managing Director der Macnica GmbH, darf die Elektronikwelt auch weiterhin gespannt sein, denn weitere Übernahmen stehen durchaus auf dem Plan.

Markt&Technik: Seit 1. April gehört die Scantec GmbH zu Macnica. Was gewinnt Macnica durch die Übernahme? 

Jürgen Pöschl: Durch die Übernahme können wir auf die langjährigen Kundenbeziehungen und Herstellerpartner von Scantec zurückgreifen. Zum Beispiel reicht die Partnerschaft mit IDT mehr als 20 Jahre zurück, was in unserem Markt nicht unbedingt selbstverständlich ist. Für uns als Macnica GmbH ist es sehr wichtig, mit diesen Herstellern unsere Wertschöpfung bei bestehenden und neuen Kunden weiter zu vertiefen. 

Fressen oder gefressen werden – wer sich nicht Wachstum kauft, wird gekauft. Macnica war in den letzten Jahren kräftig auf Shoppingtour. Wie sieht die weitere Wachstumsstrategie von Macnica weltweit und in Europa aus? Gibt es derzeit weitere Übernahmepläne?

Macnica Inc. hat letztes Jahr den ersten Platz der Distributoren in Japan übernommen. Global konnten wir auf den sechsten Rang in der Distributionslandschaft vorrücken. Zu unserer Wachstumsstrategie gehört es neben Übernahmen auch, unsere Geschäftsbereiche stetig anzupassen und weiterzuentwickeln. In Asien hat unser Umsatz in den letzten vier Jahren organisch über 300 Prozent zugelegt. Außerdem haben wir den extrem wachsenden und hoch profitablen Softwarebereich weiter sehr stark ausgebaut. Und weitere Firmenübernahmen? Auf jeden Fall!

Wie weit sind Sie, Stand heute, mit der Europa-Abdeckung?

Aktuell sind wir mit eigenen Büros in Zentral-Osteuropa vertreten. In England, Frankreich, Spanien und Nordeuropa arbeiten wir derzeit mit Partnern zusammen. Mittelfristig werden wir durch weitere Übernahmen aber auch eigene Firmengründungen unser paneuropäisches Ziel vorantreiben.

Und global gesehen? 

Wir haben durch Firmenübernahmen in den USA, Indien und letztes Jahr in Brasilien eine sehr gute globale Abdeckung erreicht. Außerdem haben wir 20 weitere Büros an strategisch wichtigen Orten in den USA und Asien eröffnet. Somit freue ich mich, dass wir derzeit die Gespräche mit potentiellen Firmen in Europa intensivieren konnten.

Ist eine globale Ausrichtung für einen Distributor heutzutage Pflicht?

Ein klares »Ja«, um weiter Marktanteile zu gewinnen! Für die meisten unserer großen, aber auch mittelständischen Kunden ist es Pflicht, global vertreten zu sein. Neue Kundenprojekte werden mit unserer Unterstützung auch über mehrere Kontinente zum Teil mit verschiedenen Partnern entwickelt oder zumindest länderspezifisch angepasst. Auch für unsere Hersteller haben unsere globalen Ressourcen große Vorteile. Sie unterstützen uns zum Beispiel mit globalen Projektpreisen. Als lokaler Distributor kann man sich bei diesen Konstellationen nur sehr schwer behaupten.

Bringen die vielen Übernahmen nicht auch kulturelle Probleme bei der Integration der verschiedenen Marken – und Firmenkulturen – mit sich? 

Unser Global Team für Firmen-Akquisitionen hat in den letzten Jahren ein sehr gutes Händchen bewiesen. Natürlich gibt es für die neuen Kolleginnen und Kollegen neue kulturelle Herausforderungen, aber auch die globalen Strukturen, ERP-Systeme bis zum Finanz Reporting, müssen erlernt und gelebt werden. Letztendlich ist es doch unheimlich interessant, in einer so dynamischen Firma mitzuarbeiten, und jeder Mitarbeiter unseres Teams hat die Möglichkeit, den Erfolg ohne lange Umwege mitzugestalten.

Die Distributionslandschaft hat sich verändert und verändert sich weiter, weil die Grenzen zwischen den früher klar definierten »Gruppen« an Distributoren verschwimmen. Katalogdistributoren liefern heute auch Volumen, Broadliner begeben sich aufs Terrain der Spezialisten und umgekehrt. Wie findet ein doch in Europa relativ neuer Distributor seinen Platz in diesem Wettbewerb? 

In der Distributionslandschaft bleibt es spannend, und es wird sich auch zukünftig alles weiter den verändernden Marktsituationen anpassen. Ich bin mir sicher, dass jedes von Ihnen genannte Konzept seinen Mehrwert bei bestimmten Kunden, aber auch Herstellern hat. Unseren Platz sehen wir nach wie vor im Design–in und im weltweiten Service. Unserem Start in Europa wurde nur eine sehr geringe Chance eingeräumt. In der Zwischenzeit sind wir eine feste Größe, und unsere Mitbewerber sehen uns mit ganz anderen Augen. Natürlich brauchen wir dazu das Vertrauen unserer Kunden und Hersteller. Dieses Vertrauen konnten wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich ausbauen. Außerdem bin ich mir ganz sicher, dass wir der aktuellen Distributionslandschaft in Europa nach den Konsolidierungsprozessen der vergangenen Jahre wieder neue Impulse und Möglichkeiten gegeben haben.

Zum 1. April 2014 endete Ihr Geschäftsjahr 2013. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Stand heute können wir dazu noch keine konkreten Aussagen machen. Die Jahreszahlen werden offiziell bis Ende April veröffentlicht. Aber so viel kann ich schon verraten: Macnica wird global gesehen den höchsten Umsatzanstieg in seiner Firmengeschichte erreichen. Aber noch wichtiger für uns ist, dass wir die Profitabilität im zweistelligen Bereich erhöht haben. Für Europa freue ich mich sehr, dass wir unsere hoch gesteckten Ziele erreicht haben, profitabel sind und außerdem die Wege für unser weiteres Wachstum geebnet sind.

Markt&Technik: Seit 1. April gehört die Scantec GmbH zu Macnica. Was gewinnt Macnica durch die Übernahme? 

Jürgen Pöschl: Durch die Übernahme können wir auf die langjährigen Kundenbeziehungen und Herstellerpartner von Scantec zurückgreifen. Zum Beispiel reicht die Partnerschaft mit IDT mehr als 20 Jahre zurück, was in unserem Markt nicht unbedingt selbstverständlich ist. Für uns als Macnica GmbH ist es sehr wichtig, mit diesen Herstellern unsere Wertschöpfung bei bestehenden und neuen Kunden weiter zu vertiefen. 

 

Fressen oder gefressen werden – wer sich nicht Wachstum kauft, wird gekauft. Macnica war in den letzten Jahren kräftig auf Shoppingtour. Wie sieht die weitere Wachstumsstrategie von Macnica weltweit und in Europa aus? Gibt es derzeit weitere Übernahmepläne?

Macnica Inc. hat letztes Jahr den ersten Platz der Distributoren in Japan übernommen. Global konnten wir auf den sechsten Rang in der Distributionslandschaft vorrücken. Zu unserer Wachstumsstrategie gehört es neben Übernahmen auch, unsere Geschäftsbereiche stetig anzupassen und weiterzuentwickeln. In Asien hat unser Umsatz in den letzten vier Jahren organisch über 300 Prozent zugelegt. Außerdem haben wir den extrem wachsenden und hoch profitablen Softwarebereich weiter sehr stark ausgebaut. Und weitere Firmenübernahmen? Auf jeden Fall!

 

Wie weit sind Sie, Stand heute, mit der Europa-Abdeckung?

Aktuell sind wir mit eigenen Büros in Zentral-Osteuropa vertreten. In England, Frankreich, Spanien und Nordeuropa arbeiten wir derzeit mit Partnern zusammen. Mittelfristig werden wir durch weitere Übernahmen aber auch eigene Firmengründungen unser paneuropäisches Ziel vorantreiben.

 

Und global gesehen? 

Wir haben durch Firmenübernahmen in den USA, Indien und letztes Jahr in Brasilien eine sehr gute globale Abdeckung erreicht. Außerdem haben wir 20 weitere Büros an strategisch wichtigen Orten in den USA und Asien eröffnet. Somit freue ich mich, dass wir derzeit die Gespräche mit potentiellen Firmen in Europa intensivieren konnten.

 

Ist eine globale Ausrichtung für einen Distributor heutzutage Pflicht?

Ein klares »Ja«, um weiter Marktanteile zu gewinnen! Für die meisten unserer großen, aber auch mittelständischen Kunden ist es Pflicht, global vertreten zu sein. Neue Kundenprojekte werden mit unserer Unterstützung auch über mehrere Kontinente zum Teil mit verschiedenen Partnern entwickelt oder zumindest länderspezifisch angepasst. Auch für unsere Hersteller haben unsere globalen Ressourcen große Vorteile. Sie unterstützen uns zum Beispiel mit globalen Projektpreisen. Als lokaler Distributor kann man sich bei diesen Konstellationen nur sehr schwer behaupten.

 

Bringen die vielen Übernahmen nicht auch kulturelle Probleme bei der Integration der verschiedenen Marken – und Firmenkulturen – mit sich? 

Unser Global Team für Firmen-Akquisitionen hat in den letzten Jahren ein sehr gutes Händchen bewiesen. Natürlich gibt es für die neuen Kolleginnen und Kollegen neue kulturelle Herausforderungen, aber auch die globalen Strukturen, ERP-Systeme bis zum Finanz Reporting, müssen erlernt und gelebt werden. Letztendlich ist es doch unheimlich interessant, in einer so dynamischen Firma mitzuarbeiten, und jeder Mitarbeiter unseres Teams hat die Möglichkeit, den Erfolg ohne lange Umwege mitzugestalten.

 

Die Distributionslandschaft hat sich verändert und verändert sich weiter, weil die Grenzen zwischen den früher klar definierten »Gruppen« an Distributoren verschwimmen. Katalogdistributoren liefern heute auch Volumen, Broadliner begeben sich aufs Terrain der Spezialisten und umgekehrt. Wie findet ein doch in Europa relativ neuer Distributor seinen Platz in diesem Wettbewerb? 

In der Distributionslandschaft bleibt es spannend, und es wird sich auch zukünftig alles weiter den verändernden Marktsituationen anpassen. Ich bin mir sicher, dass jedes von Ihnen genannte Konzept seinen Mehrwert bei bestimmten Kunden, aber auch Herstellern hat. Unseren Platz sehen wir nach wie vor im Design–in und im weltweiten Service. Unserem Start in Europa wurde nur eine sehr geringe Chance eingeräumt. In der Zwischenzeit sind wir eine feste Größe, und unsere Mitbewerber sehen uns mit ganz anderen Augen. Natürlich brauchen wir dazu das Vertrauen unserer Kunden und Hersteller. Dieses Vertrauen konnten wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich ausbauen. Außerdem bin ich mir ganz sicher, dass wir der aktuellen Distributionslandschaft in Europa nach den Konsolidierungsprozessen der vergangenen Jahre wieder neue Impulse und Möglichkeiten gegeben haben.

 

Zum 1. April 2014 endete Ihr Geschäftsjahr 2013. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Stand heute können wir dazu noch keine konkreten Aussagen machen. Die Jahreszahlen werden offiziell bis Ende April veröffentlicht. Aber so viel kann ich schon verraten: Macnica wird global gesehen den höchsten Umsatzanstieg in seiner Firmengeschichte erreichen. Aber noch wichtiger für uns ist, dass wir die Profitabilität im zweistelligen Bereich erhöht haben. Für Europa freue ich mich sehr, dass wir unsere hoch gesteckten Ziele erreicht haben, profitabel sind und außerdem die Wege für unser weiteres Wachstum geebnet sind. 

 

Das Interview führte Karin Zühlke