10 Jahre Nordic und Rutronik »Trends früh erkennen und für Kunden nutzbar machen«

John Leonard, Nordic

»2007 hat Rutronik die Logistik und Design-In Tätigkeit für unsere 868-MHz- und 2,4-GHz-Trans­ceiver-Chips in weiten Teilen Europas übernommen. Das Wireless-Team hat von Anfang an hervorragende Ergebnisse erzielt, so dass wir die Franchise 2011 auf ganz Europa ausgedehnt haben; mit der Expansion 
Rutroniks nach Asien kam 2015 auch China hinzu.«
John Leonard, Nordic: »2007 hat Rutronik die Logistik und Design-In Tätigkeit für unsere 868-MHz- und 2,4-GHz-Trans­ceiver-Chips in weiten Teilen Europas übernommen. Das Wireless-Team hat von Anfang an hervorragende Ergebnisse erzielt, so dass wir die Franchise 2011 auf ganz Europa ausgedehnt haben; mit der Expansion Rutroniks nach Asien kam 2015 auch China hinzu.«

Wenn zwei Unternehmen in ihrer Partnerschaft über ein Jahrzehnt schneller wachsen als der Markt, ist das das Ergebnis neuer Ideen und gut abgestimmter Aktivitäten – wie bei Rutronik und Nordic Semiconductor.

Ein Gespräch mit Daniel Barth, Senior Marketing Manager Wireless von Rutronik, und John Leonard, Tactical Marketing Manager von Nordic.

Welche guten Ideen haben dafür gesorgt, dass die Partnerschaft zwischen Rutronik und Nordic so erfolgreich verläuft?

John Leonard: Im Laufe von zehn Jahren waren das einige. Entscheidend war die Idee, dass wir uns schon vor gut zehn Jahren als einer der ersten ganz auf Bluetooth low energy fokussiert haben. Auch Rutronik hat das Potenzial dieser Funktechnik bereits damals erkannt. Auf dieser Basis bestand schnell Einigkeit über den Aufbau einer Partnerschaft, gemeinsame Ziele und Aktivitäten.

Welche Aktivitäten waren denn richtungsweisend für die Zusammenarbeit?

John Leonard: 2007 hat Rutronik die Logistik und Design-In-Tätigkeit für unsere 868-MHz- und 2,4-GHz-Transceiver-Chips in weiten Teilen Europas übernommen. Das Wireless-Team hat von Anfang an hervorragende Ergebnisse erzielt, so dass wir die Franchise 2011 auf ganz Europa ausgedehnt haben; mit der Expansion Rutroniks nach Asien kam 2015 auch China hinzu.

Diese stetige Ausweitung zeigt, dass Rutronik ein wichtiger Partner für uns ist. Das Wireless-Team leistet erstklassige Arbeit mit großem Sachverstand zu unseren Produkten, aber auch zu den Technologien, Anwendungen und Märkten. Das ist nicht trivial, denn unsere Produkte sind ausschließlich erklärungsbedürftige Design-In-Artikel. Und das IoT Umfeld, in dem wir uns bewegen, stellt zusätzliche Anforderungen: Hier werden Technologien in atemberaubendem Tempo entwickelt, Updates oder sogar neue Standards sind fast an der Tagesordnung, völlig neuartige Anwendungen entstehen quasi aus dem Nichts, und auch Kunden ohne RF-Erfahrung integrieren drahtlose Konnektivität in ihre Produkte. Dies ist durchaus eine Herausforderung für uns. Denn Nordic hat sich den guten Ruf erarbeitet, besten Support zu bieten – und zwar für kleine Start-ups genauso wie für Global Player. In einem derart schnelllebigen Umfeld kann das kaum ein Unternehmen im Alleingang leisten. Hier ist eine andere Art der Zusammenarbeit nötig, die auf einem gemeinsamen Verständnis fußt und bei der beide Partner den Weitblick mitbringen müssen, Trends frühzeitig zu erkennen und für die gemeinsamen Kunden nutzbar zu machen.

Wie drückt sich das in der Zusammenarbeit konkret aus?

Daniel Barth: Unsere Produktmanager und Applikationsingenieure werden durch Nordic regelmäßig intensiv geschult. Auf Management-Ebene stehen wir im ständigen Austausch, diskutieren die aktuellen Anforderungen, technologischen Entwicklungen und Marktgegebenheit. Gerade in dem bewegten IoT-Umfeld spielt auch die Rückkoppelung aus dem Markt eine bedeutende Rolle. Hierfür geben wir die Anforderungen, mit denen Kunden auf uns zukommen, an Nordic weiter, so dass sie in deren Produktroadmap einfließen können.

Auch der Know-how-Austausch mit unseren Kunden ist uns sehr wichtig! Hierfür veranstalten wir gemeinsame Seminare und Webinare, und auch bei den Rutronik-Tech-Messen stehen Ingenieure von Nordic für Fachgespräche zur Verfügung.

Zu welchen Themen besteht der größte Beratungsbedarf?

Daniel Barth: Das reicht von den technischen Spezifikationen der Produkte über die Protokolle und Anwendungsprofile, die verschiedenen Entwicklungsumgebungen und dem Hochfrequenzverhalten bis hin zu den regionalen Zulassungen und den Regulatorien der Bluetooth Special Interest Group (SIG). Weil häufig Gesamtlösungen im Vordergrund stehen, geben wir unseren Kunden auch Empfehlungen zu ergänzenden Produkten. Außerdem unterstützen wir bei der Koordination von Source-Code-Problemen und EMV-Messungen.

Das IoT mit den kurzen Innovationszyklen ist sicher nicht nur in der Beratung eine Herausforderung, sondern auch in der Produktentwicklung …

John Leonard: Das kann eine Herausforderung sein, denn wir sind bekannt dafür, nur sorgfältig getestete und verifizierte Hard- und Software auf den Markt zu bringen und schon beim Launch Development Tools und Designunterstützung anzubieten. Deshalb investieren wir intensiv in R&D – von unseren 549 Mitarbeitern sind nicht weniger als 418 in unserer Entwicklungsabteilung beschäftigt. Und letztes Jahr haben wir unser R&D Team um eine ganze Gruppe aus talentierten und erfahrenen Funk-Entwicklern erweitert und eine neue Niederlassung in Finnland gegründet, die sich auf die Entwicklung von Low-Power-LTE-Technologie für das zelluläre IoT konzentriert. Das sehen wir als ideal an für eine Vielzahl an Anwendungen, wie Smart Utility Metering, Asset Tracking und Gebäudesicherheit, Healthcare und Medizin-Monitoringsysteme, Indoor- und Outdoor-GPS-Navigation, Smart Home und Industrieautomatisierung.