Referenzboards und Entwicklungstools Silica launcht ArchiTech Programm

Mit 6 Referenzboards hat Silica auf der embedded world sein ArchiTech Programm aus der Taufe gehoben. Im Rahmen von ArchiTech bietet der Distributor eigene Design Tools und Entwicklungsboards bis hin zu Software-Support und Training.

Bis Ende des Jahres sollen neun weitere Boards folgen. Alle Boards sind exklusiv über Silica erhältlich oder online über Avnet Express (www.avnetexpress.eu). Auf der Herstellerseite sind derzeit TI, ST, NXP, Freescale, Maxim und Xilinx mit im Boot. Weitere sollen demnächst folgen. Und auch die weitere Roadmap ist ehrgeizig: Jedes Jahr sollen 10 bis 15 Boards hinzukommen. Das bedeutet für die 15 Design Ingenieure, die für das Programm zuständig sind, fast „Entwicklung am Fließband“. Von der Idee zur Produktion eines solchen Boards sollen gerade einmal 12 bis 20 Wochen vergehen.  

„Wir wollen mit unserem Programm die Lücke zwischen dem Angebot der Halbleiterhersteller und den Anforderungen des Entwicklers schließen“, erläutert Mauro Pasqualini, Suppliers and Technology Director EMEA.  Zwar bieten viele Halbleiterhersteller Entwicklungsboards oder Starterkits für Ihre Chips an, aber diese sind teils recht aufwändig konzipiert und daher teuer. Auch benötigt nicht jeder Entwickler immer die komplette Bandbreite, die so ein Herstellerboard bietet. Silica dagegen fährt eine „Slim Strategie“, das heißt die Boards haben nur so viele Features wie nötig will seine Boards kostengünstig verkaufen: Als Obergrenze nennt Pasqualini 250 bis 300 Dollar. „Denn wir wollen mit unserem Programm eine breite Zielgruppe erreichen“, erläutert Pasqualini. „Die Boards sind natürlich kein Selbstzweck, sondern ein Vehikel zur „Demand Creation““.

Die Boards können nicht nur B2B-Kunden kaufen, sondern sie sind über Avnet Express beispielsweise auch interessierten Studenten zugänglich. Zusätzlich zum Board sind Produkt-Dokumentationen erhältlich, Tutorials, Schaltbilder, etc. Außerdem bietet der Distributor Hands-on-Workshops an. Möglich sind laut Pasqualini aber auch individuelle Inhouse-Trainings.  

Das erste Board der Reihe ist das bereits vorgestellte ARM-basierte »Pengwyn« Board, ein kostengünstiger Single-Board-Computer mit dem ARM Cortex-A8 und dem AM3354 Prozessor von TI. Der Mikrocontroller basiert auf der ARM-Cortex A8-Technologie: 256 MB mit schnellem DDR3-RAM, 1 Gigabit NAND Flash – Standard bei industriellen Anwendungen –, und 32 MB SPI Flash-Memory für die Kommunikation mit Peripheriegeräten. Für die perfekte Kommunikation ist ebenfalls gesorgt: On-Board-Ports für USB-Host- und USB Device-Funktionen und generische Erweiterungsmodule sind vorhanden.

Zudem verfügt das Board über einen RJ-45 Ethernet-Port und bietet über einen Steckverbinder eine optionale Gigabit Ethernet-Schnittstelle. Der SDIO/MMC-Port kann für optionale Wi-Fi- oder Bluetooth-Module verwendet werden. Weitere Boards sind zum Beispiel das Seriz II für RFID/NFC Applikationen und das  Tusa Aufsteckboard für LPCXpresso/mbed Boards.