Alle Signale über ein Medium Revolution HDBaseT aus der Video-Welt in den Industrie-Markt

Daniel Adler Valens (links) und Guido Brüning beim Gespräch mit der Markt&Technik-Redaktion in den Räumen der WEKA FACHMEDIEN.
Daniel Adler, Valens (links) und Guido Brüning, Hy-Line, beim Gespräch mit der Markt&Technik-Redaktion in den Räumen der WEKA FACHMEDIEN.

Mit HDBaseT hat Valens Semiconductor zusammen mit der HDBaseT Alliance einen neuen Standard für die Übertragung hochauflösender Videosignale entwickelt. In professionellen Videogeräten, Set-Top-Boxen und Projektoren ist die Technologie längst führend. Mithilfe von Hy-Line will Valens jetzt auch den Industriemarkt in Zentraleuropa überzeugen.

Die HDBaseT-Allianz wurde 2008 von Sony Pictures, LG, Samsung und Valens gegründet. Das Ziel war, eine Schnittstelle zu schaffen, die mit nur einer Leitung alle denkbaren Signale zwischen einer Audio/Video-Quelle und einer Senke übertragen kann. 

Das Ergebnis ist in der Tat einzigartig: Durch ein patentiertes Übertragungsverfahren werden alle Signale verschachtelt und über ein einziges Medium übertragen. Die Aufgabe ist dabei, unkomprimiertes HD Video (1920 x 1080, 60 Hz), digitales Audio, Ethernet, Steuersignale und sogar Leistung zu kombinieren. Die überbrückbare Entfernung liegt bei bis zu 150 m. Die HDBaseT genannte Lösung spart separate Leitungen und Steckverbinder für jedes dieser Signale ein und sorgt nebenbei für eine verlustfreie Verlängerung auch kritischer Signale, wie z.B. USB, Audio oder HDMI mit großer Bandbreite. 

Valens hat im Jahr 2010 den ersten hoch integrierten Chipsatz mit dieser Technologie auf den Markt gebracht. »Bereits nach kurzer Zeit zählten namhafte Hersteller professioneller Projektoren zu unseren Partnern«, unterstreicht Daniel Adler, Director of Sales EMEA von Valens. »Darüber hinaus wird HDBaseT auch in großen Digital-Signage-Anlagen eingesetzt.« Zum Valens-Kundenkreis gehören unter anderem Panasonic, NEC und Samsung. 

Valens agiert als fabless Halbleiterunternehmen und beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter, die Mehrzahl davon im Chipdesign. Insgesamt 50 Patentanmeldungen und mehrere Millionen ausgelieferter Chipsätze kann Valens vorweisen. In den letzten drei Jahren konnte das Unternehmen seine Umsätze jeweils verdreifachen. Niederlassungen hat das Unternehmen mit Headquarter in Israel in den USA, Japan, China und Europa. Hier ist nach den Worten von Adler jetzt der Industriemarkt die nächste Stoßrichtung für Valens, denn HDBaseT sei nicht nur ein Consumerprodukt, stellt Adler klar, sondern auch sehr gut für Industrie-Applikationen geeignet. »Unser Produkt ist einzigartig, weil wir viele Probleme lösen können, die sich durch lange Distanzen und aufwändige Verkabelungen ergeben.« 

 

Die HDBaseT-Allianz wurde 2008 von Sony Pictures, LG, Samsung und Valens gegründet. Das Ziel war, eine Schnittstelle zu schaffen, die mit nur einer Leitung alle denkbaren Signale zwischen einer Audio/Video-Quelle und einer Senke übertragen kann. 

Das Ergebnis ist in der Tat einzigartig: Durch ein patentiertes Übertragungsverfahren werden alle Signale verschachtelt und über ein einziges Medium übertragen. Die Aufgabe ist dabei, unkomprimiertes HD Video (1920 x 1080, 60 Hz), digitales Audio, Ethernet, Steuersignale und sogar Leistung zu kombinieren. Die überbrückbare Entfernung liegt bei bis zu 150 m. Die HDBaseT genannte Lösung spart separate Leitungen und Steckverbinder für jedes dieser Signale ein und sorgt nebenbei für eine verlustfreie Verlängerung auch kritischer Signale, wie z.B. USB, Audio oder HDMI mit großer Bandbreite. 

Valens hat im Jahr 2010 den ersten hoch integrierten Chipsatz mit dieser Technologie auf den Markt gebracht. »Bereits nach kurzer Zeit zählten namhafte Hersteller professioneller Projektoren zu unseren Partnern«, unterstreicht Daniel Adler, Director of Sales EMEA von Valens. »Darüber hinaus wird HDBaseT auch in großen Digital-Signage-Anlagen eingesetzt.« Zum Valens-Kundenkreis gehören unter anderem Panasonic, NEC und Samsung. 

Valens agiert als fabless Halbleiterunternehmen und beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter, die Mehrzahl davon im Chipdesign. Insgesamt 50 Patentanmeldungen und mehrere Millionen ausgelieferter Chipsätze kann Valens vorweisen. In den letzten drei Jahren konnte das Unternehmen seine Umsätze jeweils verdreifachen. Niederlassungen hat das Unternehmen mit Headquarter in Israel in den USA, Japan, China und Europa. Hier ist nach den Worten von Adler jetzt der Industriemarkt die nächste Stoßrichtung für Valens, denn HDBaseT sei nicht nur ein Consumerprodukt, stellt Adler klar, sondern auch sehr gut für Industrie-Applikationen geeignet. »Unser Produkt ist einzigartig, weil wir viele Probleme lösen können, die sich durch lange Distanzen und aufwändige Verkabelungen ergeben.« 

Vertriebssäule Distribution

 

Um den Industriemarkt in Mitteleuropa zu erobern, musste Valens das Vertriebskonzept erweitern: Während bisher der Vertrieb hauptsächlich über Direktgeschäft mit den großen OEMs lief, setzt Valens in Europa ausschließlich auf Spezialdistributoren, um den stark fragmentierten Industriemarkt aus vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen adäquat ansprechen zu können. Exklusiver Distributionspartner für die D/A/CH-Region ist seit 2012 die Hy-Line Computer Components – und das aus gutem Grund: Hy-Line ist ein ausgewiesener Spezialist rund um die Signalübertragung. Mit den weiteren Schwerpunkten Displays/Touch-Systeme und Embedded PC ist Hy-Line im gesamten Industrieelektronik-Umfeld bestens etabliert.

In Seminaren und Vor-Ort-Schulungen bringt der Spezialdistributor die Technologie in Theorie und Anwendung dem Kundenkreis nahe. Das Hy-Line-FAE-Team begleitet den Kunden während der gesamten Entwicklungsphase. Mit der neuen Vertriebskonstellation sind die Voraussetzungen geschaffen, um in Mitteleuropa durchzustarten, ist Adler überzeugt: »Wir werden den Erfolg, den wir mit unserer Technologie auf dem professionellen Video-Markt erzielt haben, auf den Industriemarkt übertragen.« 

Kommunikations- und hochauflösende Videosignale werden auch in der Industrie verwendet, die Anforderungen sind also sehr ähnlich, wie Guido Brüning, Geschäftsführer von Hy-Line, bestätigt: »Ein Standard-CAT5-Kabel überträgt alle Signale einer typischen industriellen Anwendung: Video, USB, Ethernet-Steuersignale und sogar die Stromversorgung für den Monitor.« Zudem ermöglicht die Technologie bis zu 150 m Distanz zwischen Rechner und Monitor. Die Übertragungsstrecke ist transparent und unabhängig vom Betriebssystem. Der Kunde muss nichts mehr konfigurieren, Treiber sind keine erforderlich. »Deshalb reduziert HDBaseT die Komplexität auf Entwicklungs- und Anwenderseite erheblich«, unterstreicht Adler.  

Das alles klingt relativ einfach, aber ist die Technologie auch für raue Industrie-Umgebungen geeignet? Diese Frage bejaht Adler mit Nachdruck und verweist unter anderem auf das robuste Protokoll, die günstige EMV und den erweiterten Temperaturbereich von –40 bis + 85 °C. Auch bei der Verfügbarkeit geht Valens mit einer Produktlaufzeit von etwa sieben Jahren auf die Bedürfnisse der Industrie ein. »Diese Argumente haben schon drei von fünf großen Industrie-PC-Herstellern zu unseren Kunden werden lassen«, bestätigen die Partner. 

Inzwischen hat Valens die Weiterentwicklung HDBaseT 2.0 in seinem »Colligo VS2310«-Chip implementiert. Hier werden weitere Schnittstellen der PC- und Netzwerktechnik eingeführt, die von der neuen Chipgeneration direkt verarbeitet und als HDBaseT-Signal vom Sender zum Empfänger übertragen werden. So wird die neue Version natives USB 2.0 enthalten, und auch der Einsatz einer Glasfaserleitung anstelle des CAT-Kabels ist für kritische Anwendungen möglich. Etwa ab September soll die Massenfertigung des HDBaseT-2.0-Chips starten. Muster sind über Hy-Line erhältlich. Eine weitere Zielgruppe neben dem klassischen Industriemarkt sind Applikationen der Medizinelektronik. Ein langfristiges Ziel ist nach Aussage von Adler auch der Automotive-Markt: »Unsere Technologie hilft, durch Bündelung von Signalen Leitungen zu reduzieren und dadurch Kosten und Gewicht einzusparen.« (zü)