Schukat-Strategie 2017 »Power-Supply deutlich ausbauen«

Stromversorgungen gehören seit längerem zu den Kernbereichen von Schukat. Künftig will der Distributor hierin noch weiter wachsen. Dazu beitragen soll unter anderem ein neuer Vertrag mit dem Hersteller Self Electronics.

»Wir werden unsere Kompetenz im Bereich Stromversorgung und Power Supply deutlich ausbauen«, sagt Axel Wieczorek, Vertriebsleiter von Schukat electronic. Self Electronics wird das Portfolio von Schukat zu Beginn des Jahres erweitern. Der chinesische Hersteller steht für Qualität und verfügt über ein eigenes UL-(CTDP-) und VDE-(TDAP-)zertifiziertes Test- und Prüflabor. Für den Erhalt der Zertifizierungen werden das Labor mit seinen technischen Einrichtungen und das technische Personal regelmäßig vom VDE bzw. der UL geprüft bzw. auditiert. Anwendungsschwerpunkt des neuen Schukat-Partners ist die anspuchsvolle Shop-Illumination bis hin zur Wohnraum- und Möbelbeleuchtung. Der Hersteller liefert  Beleuchtungssysteme im Bundle oder auch “nur” die Stromversorgung.

»Ursprünglich kommt der Hersteller aus dem OEM-Bereich und will jetzt seine Produkte auch über die Distribution vertreiben«, sagt Axel Wieczorek. Der Marken-Name ist in Europa noch nicht sehr bekannt. Genau das soll Schukat für den Partner ändern. Laut Wieczorek ist das eine Win-Win-Situation für beide Seiten: »Das bringt uns einen neuen Kundenkreis, aber auch bestehende Kunden können wir damit ausbauen. Wir werden in Deutschland in dieser Form der erste Distributor sein. Der Grund, warum der Hersteller uns ausgewählt hat, ist die technische Expertise und die logistische Kompetenz.« Schukat wird den Vertriebsradius aber nicht auf Deutschland beschränken, sondern auch in Europa verkaufen.

Vetriebsschulungen fanden bereits im Vorfeld statt, so dass die Schukat-Mannschaft pünktlich zum Vertriebsstart  für den neuen Hersteller im Feld aktiv werden kann. »Mit Self können wir das  Projektgeschäft und das Geschäft mit kundenspezifischen Stromversorgungen ausbauen. Der Hersteller ist sehr flexibel und möchte auch das Geschäft der kleineren Stückzahlen erschließen«, so Wieczorek.

Weiteren Zuwachs erhält die Schukat-Linecard durch eine Vertriebsvereinbarung mit Everlight für Deutschland. Wieczorek: »Die Zusammenarbeit bestand schon lange. Der Distributionsvertrag verbrieft diese Partnerschaft nun.  Everlight ist für uns ein sehr interessanter Partner. Das Unternehmen hat sich über die letzte Jahre substanziell weiterentwickelt.«

5000 Quadratmeter mehr Logistikfläche

Die Linecard-Erweiterungen kommen nicht von ungefähr. Schukat konnte in den letzten Jahren kontinuierlich wachsen. Das hat sich auch bei den Herstellern herumgesprochen. Für 2016 rechnet der Vertriebsleiter mit einem Umsatzplus von 5 bis 7 Prozent. Mehr Hersteller bedeutet aber auch einen Mehrbedarf an Lagerfläche. »Wir sind an der absoluten Kapazitätssgrenze. Wir fahren etwa auf 160 Prozent dessen, was wir an Logistikfläche zur Verfügung haben. Wir sind an dem Punkt angekommen, an dem wir nicht mehr weiter hochskalieren können«, erklärt Wieczorek. Demzufolge wurde gehandelt und ein zusätzlicher Logistikbau geplant.

Schukat wird seine Lagerflächen um etwa 5000 Quadratmeter in Form einer neuen Halle erweitern und auch technisch neue Wege gehen: Bisher galt das Prinzip “Der Picker geht zur Ware”. Im Neubau setzt Schukat auf die Shuttle-Technik als Kommissionierungstechnik. »Wir werden aber nach wie vor das gleiche Personal brauchen«, stellt Wieczorek klar. Mit der Shuttle-Technik wird das Arbeiten für die Mitarbeiter sogar leichter, weil die Wege kürzer werden. Die neue Halle wird angebaut, die alte Halle weiter genutzt. Dadurch sollen mindestens 2000 Palettenplätze mehr entstehen. Außerdem gibt es auch ein Gefahrenstoff-Lager, das separat bleibt. Das Investitionsvolumen beweg sich im zweistelligen Millionenbereich. Produktiv sein soll die neue Halle im Jahr 2018.