Vernetzte Nutzfahrzeuge Optimale Funktion und funktionale Sicherheit kombinieren

Auch Nutzfahrzeuge und Maschinen werden smart und übernehmen teils Aufgaben ohne menschliche Kontrolle. Damit trotz steigender Funktionalität die funktionale Sicherheit und Security nicht auf der Strecke bleiben, helfen erfahrene Partner bei der Wahl und Integration der Komponenten.

Von wegen „dummer Bauer“: Landwirte zählen zu den fortschrittlichsten Akteuren in der heutigen Arbeitswelt. In keinem anderen Wirtschaftszweig ist der Kapitaleinsatz je Arbeitsplatz höher und die Produktivität so stark gestiegen wie in der Landwirtschaft. Vernetzte Smart-Farming-Systeme mit autonom fahrenden Landmaschinen und punktgenauer Dünger- und Saatgutverteilung helfen Bauern, landwirtschaftliche Prozesse effizient zu steuern und Ressourcen sowie Arbeitsmittel optimal einzusetzen.

Immer höhere Automationsgrade und eine zunehmende Vernetzung über das IoT (Internet of Things) bieten aber auch in anderen Bereichen des CAV-Segments (Commercial, Construction and Agricultural Vehicles) die Chance, voll- oder teilautonome Nutzfahrzeuge zu entwickeln und die Effizienz, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Maschinen zu erhöhen. 

Vorreiter Agrartechnik

Weder Google noch Uber oder Tesla: Beim autonomen Fahren sind Agrarmaschinen Vorreiter. Selbstfahrende Traktoren zählen in etlichen Großbetrieben seit langem zur Grundausstattung. Mit ihrer satellitengestützten Positionsbestimmung auf Basis der Real-Time-Kinematic-Technik bleiben sie zentimetergenau in der Spur – viel präziser, als dies allein auf Basis herkömmlicher GPS-Signale möglich wäre.

Die digitale Spurführung setzt die Positionsdaten in genaue Lenkbefehle um und verhindert Überschneidungen etwa beim Ausbringen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt. Laut einer Modellrechnung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft lassen sich so bis zu 10 Prozent Betriebsmittel, ein Fünftel Treibstoff und über 10 Prozent Arbeitszeit gegenüber einem konventionellen Anbau einsparen.

Auch in Logistikunternehmen spielt das Vernetzen von Nutzfahrzeugen zum Beispiel über Cloud-basierte Services eine wichtige Rolle. Telematik- und Tracking-Systeme liefern exakte Positionsdaten für Güter und Fahrzeuge. »Damit lassen sich Material- und Güterströme in Echtzeit überwachen und steuern – und so das Potenzial der Fahrzeugflotte bestmöglich ausnutzen«, erläutert Frank-Steffen Russ, Director Segment Automotive & HiRel von EBV Elektronik.