Stichtag 1. September Neue EU-Verordnungen für die Beleuchtung

Am 1.9.2013 treten zwei neue Verordnungen rund um die Beleuchtung in Kraft: die EU-Label-Verordnung für die Allgemeingeleuchtung und die erste Stufe der EU-Ökodesign-Verordnung. Welche Änderungen sich daraus für die Akteure in der Lieferkette ergeben, gibt es auf einer vom FBDi zusammengestellten Übersicht nachzulesen.

Zu finden ist die Zusammenstellung hier.

Die EU-Label-Verordnung besagt, dass elektrische Lampen und Leuchten für Haushalts-, Büro- und Straßenbeleuchtung mit einem neuen EU-Energielabel gekennzeichnet werden müssen. Damit will die EU mehr Transparenz in die Energieeffizienz aller Lampentypen bringen. Ab 1. September 2013 wird die neue Einstufung in die Klassen A++ bis E zur Pflicht. Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind Lampen und LED-Module mit einem Lichtstrom von weniger als 30 Lumen. Die EU-Label-Verordnung soll dazu beitragen, den europäischen Stromverbrauch bis 2025 jährlich um etwa 100 TWh zu senken.  
  
Zugleich tritt am 1.9.2013 die erste Stufe der EU-Ökodesign-Verordnung ((EU) Nr. 1194/2012) für gerichtete Beleuchtung in Kraft, d.h. für Lampen mit gebündeltem Licht, die mindestens 80 Prozent ihres Lichtstroms innerhalb eines definierten Winkels ausstrahlen. Die EU-Ökodesign-Verordnung definiert Mindestenergieeffizienzanforderungen für alle Beleuchtungsprodukte und bezieht erstmals auch LED-Lichtprodukte ein. Sie soll eine Energieeinsparung von jährlich 25 TWh bis 2025 in der EU erzielen. Ihre umfangreichen Vorgaben müssen in drei Stufen vom 1. September 2013 bis 2016 erfüllt werden.   

Die in der Ökodesign-Verordnung festgelegten Mindestanforderungen an die Energieeffizienz werden dazu führen, dass bestimmte Technologien aus dem Markt verdrängt werden. Mit Wirksamkeit der ersten Stufe der Verordnung am 1. September 2013 werden beispielsweise verspiegelte Glühlampen den Energieeffizienzanforderungen nicht mehr gerecht.