RS Components Lebenszyklus-Management mit dem Obsolescence-Manager

Obsolescence Manager unterstützt bei der Einschätzung von Produktlebenszyklen
Obsolescence Manager unterstützt bei der Einschätzung von Produktlebenszyklen

Ein neues Werkzeug, das jetzt über die RS-Website zur Verfügung steht, bietet Ingenieuren und Einkäufern Lebenszyklus-Produktmanagement und Risikoanalyse für die Beschaffung von End-of-Life-Teilen und -Komponenten.

Das Tool soll bei der Planung der Zeiträume behilflich sein, in denen die End-of-Life-(EOL-)Notizen von Teilen zu erwarten sind, die bald nicht mehr produziert, repariert und von Komponentenanbietern unterstützt werden. Jedes Jahr erreichen Tausende von Einzelteilen und Komponenten das Ende ihres Produktlebenszyklus und werden obsolet.

Alle elektronischen und Automatisierungskomponenten erreichen unweigerlich irgendwann den EOL-Status. Wann aber dies genau sein wird und wie schnell sie veralten, kann erheblich variieren. Viele Unternehmen haben sich auf diese Eventualität vorbereitet, z.B. mit „eingebauter Flexibilität“ in ihren Entwürfen, um auf das Veränderungstempo in der Komponentenversorgung reagieren zu können. Allerdings gibt es auch viele, die von den harten Konsequenzen der Obsoleszenz gefährdet sind. Die Suche nach einer passenden Ersatzkomponente kann auch extrem zeitaufwendig sein. In den meisten Fällen muss ein Ersatzteil mindestens so gut sein wie das Original in Bezug auf Spezifikationen wie Sockelabmessungen, Pin-Out, Stromverbrauch und Wärmeableitung, um nur einige Punkte zu nennen.

Das Tool bietet eine breite Palette an Funktionen, einschließlich des Produktlebenszyklusstatus: So erfahren die Nutzer, ob die Komponenten „active“, „nicht empfohlen für neue Designs“ (NRFND), „last Time to Buy“ (LTB) oder „obsolete“ sind. Die Angaben erfolgen als Schätzung der „Jahre bis zum Ende des Lebenszyklus“ (YTEOL). Das Werkzeug wird auch Teile empfehlen, die Alternativen in Form, Abmessungen und Funktion darstellen. Dabei erfolgt auch die Angabe, ob sie ein direkter oder ähnlicher Ersatz sind. Die Komponentendatenbank des Tools ist in der Lage, bis zu 400.000 Produkte aus dem Kern- und erweiterten RS Sortiment, einschließlich Halbleitern, passiven Bauelementen, Steckverbindern, Relais, Stromversorgungen, Schaltern und vielen anderen elektronischen und elektrischen Geräten, zugänglich zu machen. Weitere 160.000 Produkte sollen bis Mitte 2017 hinzugefügt werden. Es wird auch ein Datenabgleich mit drei Mio. direkten Alternativprodukten und 70 Mio. ähnlichen Produkten stattfinden.

In Zukunft könnte das Tool auch auf den industriellen Sektor einschließlich neuer Schaltschrankentwürfe und bestehender Produktionsanlagen ausgeweitet werden, verkündet RS. »Produktobsoleszenz stellt ein wesentliches Risiko für die Hersteller dar, egal ob sich um neue oder bestehende Designs handelt. Vor allem angesichts der aktuellen Umwälzungen im Halbleitermarkt mit vielen Fusionen und Akquisitionen ergeben sich neue Herausforderungen. Diese Prozesse bergen auch für viele Produktlinien das Risiko der Diskontinuität«, so Lindsley Ruth, Group Chief Executive bei Electrocomponents. Der Obsolescence Manager sei ein weiteres wichtiges Werkzeug, das RS entwickelt hat, um Ingenieuren, Technikern und Einkäufern mehr Einfluss zu geben und ihnen dabei zu helfen, Entwicklungsrisiken zu reduzieren, wenn sie ihre Elektronikprodukte und Systeme auf den Markt bringen. Der Obsolescence Manager ist über die DesignSpark-Website unter www.rs-online.com/designspark/home verfügbar.