Startup-Entrepreneurship als Erfolgsmodell Katalogdistributoren helfen Open-Source-Hardware auf die Sprünge

Wunderbar ist nur ein Beispiel für das Startup-Entrepreneurship der Katalogdistributoren

Wunderbar, SparqEE, RedPitaya, UDOO usw.: Open-Source-Hardware von jung-kreativen Startups schießt derzeit wie Radieschen aus dem Boden. Viele dieser Projekte sind über Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo finanziert. Und immer häufiger steht ein Katalogdistributor als Entrepreneur und »Geburtshelfer« dahinter.

Der Raspberry Pi hat es vorgemacht: Open Source Hardware ist zum Startup-Trend avanciert. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig: Zum einen gibt Open-Source-Hardware den Startups schlichtweg die »Kontrolle« über diese Hardware. »Somit fallen diverse Hürden – z.B. lizenzrechtliche und wirtschaftliche – für die Jungunternehmen weg, und sie können sich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren«, erklärt Dr. Alexander Pöschl, Head of Corporate Development von Conrad Electronic.

Auch die finanziellen Rahmenbedingungen für Startup-Projekte haben sich in den letzten Jahren verändert: Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo bedeuten, dass gute Ideen für Investitionen der Community attraktiv werden und die Fallstricke bzw. Schwierigkeiten der traditionellen Finanzierungsmethoden dem Fortschritt nicht im Wege stehen. »Low cost Entwicklungshardware bedeutet, dass High-End-Technologie ist jetzt für alle zugänglich ist«, fasst Mark Cundle, Global Head of Technical Marketing von RS Components zusammen. 

In vielen Städten Europas und den USA gibt es eigene Startup Cluster, in Deutschland konzentriert sich die Start-Up-Szene aktuell vor allem auf Berlin. In Asien hingegen ist die Bewegung nicht so deutlich. Das mag nach den Worten von Cundle wohl daran liegen, dass das Crowdfunding in asiatischen Ländern weniger akzeptiert ist als in Europa und den USA.

Das Crowdfunding und die technische Kreativität sind allerdings erst die halbe Miete für das Startup. Ohne einen Industrie- und Marketing-erfahrenen Partner wäre ein Großteil dieser Entwicklungen wohl von vorne herein zum Scheitern verurteilt, weil sie den Markteintritt nicht nachhaltig schaffen. Gefragt sind also Partner für ein Win-Win-Modell, um den noch unerfahrenen Jungunternehmern auf die Sprünge zu helfen. Katalogdistributoren wie Conrad und RS Components stellen sich dieser Herausforderung und unterstützen viel versprechende Projekte. Wie diese Unterstützung aussieht, ist von Distributor zu Distributor und von Projekt zu Projekt verschieden. »Wir haben das Know-how, die Mittel und die Strukturen, um Erfinder bei der Umsetzung von guten Produktideen technisch, finanziell und organisatorisch zu unterstützen«, erklären Pöschl und Cundle übereinstimmend. Am Crowdfunding selbst beteiligen sich die Katalogdistributoren eher in Ausnahmefällen. Möglich ist aber auch das. Die Support-Möglichkeiten durch den Katalogdistributor bieten ein breites Spektrum und gehen von der Hilfe bei der Industrialisierung des Produktes und der Fertigung von Prototypen inklusive aller Konformitätsprüfungen über den Materialeinkauf bis hin zu Vertrieb und Serienfertigung. Fast alle diese Startup-Projekte stammen von fabless Entwicklungsunternehmen. Insofern ist ein verlässlicher Fertigungspartner essenziell. In einigen Fällen ist der Katalogdistributor auch für die Produktion verantwortlich.

 

Red Pitaya wird von RS gefördert: 

Bilder: 5

Red Pitaya - Die Revolution in der Single-Board-Messtechnik

Was Raspberry Pi und Arduino in der Embedded-Minicomputer-Welt, das will nun »Red Pitaya« in der Single-Board-Messtechnik werden.