FBDi-Report für Q3 Grundsolides Jahr für die deutsche Distribution

Die deutsche Bauelemente-Distribution zieht für 2014 eine positive Bilanz und rechnet laut FBDi mit einem grundsoliden Jahr mit einstelligem Wachstum.

Im dritten Quartal verzeichnete die Branche ein Zuwachs beim Umsatz und den Aufträgen von 6%. Der Umsatz stieg auf 741 Millionen Euro, der Auftragseingang auf 738 Millionen Euro. Damit lag die Book-to-Bill-Rate bei 1. Überdurchschnittlich legten die Halbleiter zu, nämlich um 8,1% auf 510 Millionen Euro. Ihr Anteil am Gesamtmarkt blieb stabil bei 69%. Etwas schwächer fiel das Wachstum bei Passiven Komponenten aus, sie wuchsen um 2,6% auf 107 Millionen Euro (14% vom Gesamtmarkt).

Die Elektromechanik dagegen schnitt etwas schwächer ab und wuchs nur um 1,6% auf 77 Millionen Euro (10%). Auf Augenhöhe mit den Halbleitern zeigten sich die Stromversorgen, die um rund 6% auf 17 Millionen Euro wuchsen, aber beim Auftragseingang um 29% zulegten. Der Anteil am Gesamtmarkt bleibt mit gut 2% jedoch gering.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger kommentiert: »Verglichen mit der Gesamtwirtschaft steht die Elektronikindustrie im Allgemeinen und die Komponentendistribution im Besonderen recht gut da. Wir erwarten für das Gesamtjahr einen Umsatzzuwachs von 6 bis 7%, was etwa dem europäischen Durchschnitt entspricht. Da die Lage auf dem Bauelementemarkt immer noch von Überkapazitäten und Preisdruck geprägt ist, kann man das durchaus als Erfolg werten. 2015 sollte aufgrund der stabilen Auftragslage solide, aber nicht berauschend werden. Der Zuwachs wird – sollte nichts Außergewöhnliches passieren – im niedrigen einstelligen Bereich liegen.« Auch die kurz- und mittelfristigen Aussichten bewertet der FBDi positiv: »Der deutsche Markt hat nicht nur seine Besonderheiten wie den starken Anteil der Automobilelektronik, sondern zeichnet sich durch eine gewisse Robustheit in der Fertigungskultur aus. Viel weniger als in anderen Ländern Europas wurde die Elektronikfertigung ins Ausland verschoben. Hinzu kommt die nachhaltige Exportfähigkeit deutscher Hochtechnologie. Übersetzt in Bauelemente-Umsatz heißt dies überdurchschnittliches Wachstumspotential.«