»Made in Germany« zu moderaten Preisen Fujitsu schließt die Lücke von Intels abgekündigten Mainboards

Intel hat 2013 angekündigt, bis 2015 aus dem Markt für Mainboards auszusteigen. Die Industriekundschaft muss sich also nach einem Ersatzlieferanten umsehen. Als solcher positioniert sich Fujitsu mit seiner D322x-B Familie: eine Alternative bei der die Qualität und auch das PreisLeistungs-Verhältnis passt. Erhältlich sind die Boards über Rutronik.

Mangels Rentabilität abgekündigt: Intel folgt dem Consumer-Trend in Richtung mobiler Geräte und hat seine Mainboard-Sparte aufgegeben. Bis 2015 sollen einige Modelle noch weiter produziert werden, dann ist Schluss. Etliche Boards sind bereits jetzt vom Markt, so dass manche Kunden Ad hoc umsteigen müssen.

Der Löwenanteil dieser Boards wanderte in Desktop-PCs, ein Geschäft mit deutlich sinkendem Bedarf und für einen Hersteller wie Intel, der sich im großen Massengeschäft positioniert, nicht mehr ertragreich. Zum Einsatz kommen die Intel-Boards im Industrie-Segment häufig in Bankautomaten, medizinischen PCs, Ticketing-Maschinen und Multimedia-PCs. Bis auf den Medizinbereich ist das laut Mario Klug, Product Sales Manager Storage, Displays & Boards von Rutronik, kein stabiles und planbares Forecastgeschäft, insofern birgt auch das eine zusätzliche Herausforderung für den Board-Lieferanten. »Die Aufträge aus solchen Segmenten kommen vor allem dann, wenn die öffentliche Hand Neuerungen oder Änderungen beschließt«, so Klug. Im Medizinbereich sieht das etwas anders aus, hier sind z.B. Diagnostik und Überwachung im OP Anwendungsbereiche für derartige Medizin-PCs. »Solchen Kunden kommt es weltweit darauf an, die Boards lange in unveränderter Form zu bekommen. Wegen der Zulassungen sind aufwändige Zertifizierungen und Tests erforderlich.«  

Aus dem Blickwinkel eines Industrie-Lieferanten ist das abgekündigte Board-Geschäft von Intel durchaus lohnenswert und nachhaltig: »Das Volumen, das Intel bekanntermaßen mit seinen Boards umgesetzt hat, ist sehr interessant«, erklärt Klug. Inoffiziellen Schätzungen zufolge bewegt sich die Stückzahl alleine in Europa im siebenstelligen Bereich. Somit besteht ein reges Interesse der (Embedded-)Board-Hersteller, sich ein Stück des Kuchens zu sichern. »Das Problem ist allerdings, dass Intel ein Preisgefüge hatte, das derzeit kein klassischer Embedded-Board-Hersteller halten kann. Vermutlich war deshalb das Geschäft nicht rentabel.« Andere Embedded-Board-Hersteller liegen teils deutlich über dem Preis von Intel.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen

Wer also kann die Lücke füllen? In großen Stückzahlen lassen sich solche Boards relativ günstig herstellen. »Consumer-Hersteller wie Asus wären zwar preislich in der Lage, die Lücke zu füllen, haben aber keine Langzeitverfügbarkeit und keinen Support«, so Klug. »Die Kunden können zwar Boards dort kaufen, aber wenn ein Netzwerkcontroller-Chip oder Soundcontroller-Chip durch einen anderen ersetzt wird, dann gibt es von den Consumer-Board-Herstellern keine PCNs«, warnt Klug. Auch bei BIOS-Aktualisierungen gibt es keine Änderungsmitteilungen.

Die nach Ansicht von Klug beste Alternative bietet Fujitsu, zum Beispiel mit seiner D322x-B Familie aus der Extended Lifecycle Serie, die seit Frühjahr 2013 auf dem Markt ist, wie auch mit der D323x-S Familie aus der Industrial-Serie, die im Herbst 2013 vorgestellt wurde: »Mit der hoch qualifizierten Fertigung in Augsburg ist der Hersteller in der Lage in einem Preisbereich zu liefern, der weit unter dem liegt, was ein Standard-Embedded-Anbieter bieten kann«, unterstreicht der Rutronik-Experte. Rutronik arbeitet bereits seit 2007 mit Fujitsu zusammen und ist einer der größten Distributoren von Fujitsu in Europa.