Erstmals »Live on stage« Farnell zeigt den Raspberry Pi Nachwuchs

Vor einem Jahr erblickte der Raspberry Pi erstmals auf der embedded world das Licht der Öffentlichkeit. Jetzt feiert der kleine Bruder »Modell A« seinen ersten Auftritt ebenfalls in Nürnberg.

Aber nicht nur die Hardware ist zu sehen, sondern auch die Personen dahinter: Der Raspberry Pi-Mitbegründer Pete Lomas und der PiFace-Entwickler Dr. Andrew Robinson sind am Stand von Farnell element 14 vor Ort und werden ihre Produkte »Live on stage« präsentieren.

Das neue Board unterscheidet sich vom Modell B durch einen kleineren Speicher von 256 MB RAM, standardmäßig sind keine Ethernet-Schnittstelle und nur ein USB-Port enthalten. Der Scheckkarten-große Computer verbraucht dafür aber deutlich weniger Energie und ist noch einmal ein Stück günstiger: Für rund 25 Euro ist er zu haben und ist ab sofort über Farnell element14 in Europa und der Schwesterfirma CPC in UK und Irland verfügbar. Weitere Länder sollen in den nächsten Wochen folgen. Das Modell A adressiert vor allem Anwender aus dem Bereich der Industriesteuerungen, Robotik, Automatisierung und alle, die den Raspberry Pi als kostengünstiges Media Center nutzen wollen.

Der Raspberry Pi gehört seit seiner Vorstellung im Februar 2012 zu den erfolgreichsten Elektronikprodukten am Markt. »Das weltweite Interesse an dem Raspberry Pi ist phänomenal«, erklärt Mike Buffham, Global Head of EDE von element14. »Raspberry Pi rückt die Programmierung wieder in den Mittelpunkt«. Alleine Farnell element14 hat innerhalb etwa eines Jahres weltweit mehr als 500.000 Stück verkauft. Vertrieben wird der Single-Board-Computer exklusiv durch die Distributoren RS und Farnell element14.

Zubehör zum Messen und Steuern

In den letzten Wochen hat Farnell element14 außerdem die I/O-Erweiterungskarte PiFace Digital vorgestellt. Das PiFace verbindet die Ausgänge des Raspberry Pi mit der physikalischen Welt und bietet dem Anwender Mess- und Steuerungsmöglichkeiten. Das Board ist ab sofort lieferbar und und lässt einfach auf den Raspberry Pi - Modell A und Modell B - aufstecken. PiFace Digital ist eine Idee des britischem Erfinders und Entwicklers Dr. Andrew Robinson und wurde zur Inspiration der künftigen Generation von Ingenieuren sowie für ein Förderprogramm der School of Computer Science der University of Manchester entwickelt. Entwickelt wurde PiFace Digital schließlich von der OpenLX SP Ltd, wie die Raspberry Pi Foundation ein gemeinnütziges Unternehmen.

Wie schon Raspberry Pi so soll auch PiFace Digital den Entwickler-Nachwuchs für Programmierung und Elektronik begeistern. Durch die einfache Verwendung und den günstigen Preis ist es ein perfektes Lern-Tool. Die Lernmaterialien und Tutorials der University of Manchester unterstützen die Lehrer und Dozenten beim Einsatz der Karte, so dass diese keine eigenen Unterrichtseinheiten erarbeiten müssen.

Das Begleitbuch 'Raspberry Pi Projects' liefert außerdem praktische Hilfen, Hintergrundwissen und Inspiration für unterhaltsame Projekte mit PiFace Digital.»Ich bin mit den Computern der 1980er Jahre aufgewachsen, habe damit gespielt und sie programmiert. Derartiges Wissen ist heute aber in den Schulen leider kaum mehr vorhanden«, sagt Dr. Andrew Robinson von der School of Computer Science der Manchester University. »Das einfache Design des PiFace Digital ermöglicht, dass sogar Kinder damit umgehen können.« Mehr Informationen rund um die Anwendungsmöglichkeiten von PiFace gibt auf der element14 Community unter: www.element14.com/raspberrypi.

Woher stammen Idee und Name des Raspberry Pi?

Bereits seit einem Jahr sorgt der Single-Board-Computer Raspberry Pi für Furore. Doch wer hatte die Idee dazu und woher kommt der Name? Die Idee für den Single Board Computer stammt von Eben Upton, dem Mitgründer der Raspberry Pi Foundation, der als Dozent an der Fakultät für Computerwissenschaften der Cambridge University lehrte. Nach den Worten von Upton hat die Foundation einige Zeit lang Namensideen gesammelt. Sie wollte auf der Tradition aufbauen, Computer nach Obstsorten zu benennen, wie Apricot und Acorn - und Apple. »Raspberry« folgte schließlich dieser Tradition, wobei das »Pi« nicht wie oft angenommen für Pie, also Tortenstück, steht, sondern eine Verbindung zu Python, der Hauptprogrammiersprache des Pi, symbolisieren soll.

Farnell, Halle 5, Stand 220