FBDi rechnet mit einem starken Einfluss der Finanzkrise auf den Bauelementemarkt Elektronikmarkt im Würgegriff

Was wird von der europäischen Elektronikindustrie nach der Finanzkrise und der Reglementierungswut der Europäischen Union übrig bleiben? Die weltweite Finanzkrise reißt die sich abschwächende Bauelementekonjunktur in Europa noch weiter in die Krise und damit natürlich auch uns Distributoren. Schon 2007 war ein vergleichsweise flaches Jahr für die Komponentendistribution, 2008 setzte dem Ganzen noch einen drauf, mit einem Minus von rund 7 bis 8 Prozent, in manchen Ländern sogar mit einem zweistelligen Minus.

Die Aussichten für 2009 sind nicht minder trübe. Mit Zuwachs rechnet kaum jemand, außer den Optimisten, die über Marktanteile wachsen wollen. Der Auftragseingang – die Aussicht auf künftige Umsätze – ist schwach, viele Abnehmerbranchen schrecken ihre Supply-Chain mit Drohungen, die Produktion (und damit langfristig auch zu einem großen Teil die Entwicklung) ins kostengünstigere Ausland – den Dollarraum und Asien – zu verlagern. 2009 wird der Markt kontrahieren, die Frage ist nur: wie stark und mit welchen Konsequenzen für die gesamte Industrie?

Angesichts dieser Lage lässt sich trefflich spekulieren um die künftige Befindlichkeit und Struktur der europäischen Elektronikindustrie, was sie antreiben, was sie behindern und was übrig bleiben wird.