Gemeinsame (Vertriebs-)Power EBV und NXP sind Automotive-Partner

NXP und EBV Elektronik haben eine umfassende Automotive-Partnerschaft geschlossen, die weit über das übliche Maß hinausgeht. NXP bezeichnet EBV sogar »als eine Erweiterung von NXP«.

EBV und NXP arbeiten schon seit vielen Jahren eng zusammen, und diese Zusammenarbeit wird sich künftig noch enger gestalten: Die Produkt- und Marketing-Teams sollen gemeinsam Möglichkeiten für der Zukunft erarbeiten, erklären die Partner. Dazu führen beide Firmen gemeinsame Kundenbesuche und Schulungen durch, und die EBV-Experten erhalten bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt Zugang zu den Produktinfos von NXP. »Bei diesem Modell rücken EBV und NXP somit enger zusammen und führen einen viel offeneren Dialog als bei herkömmlichen Beziehungen zwischen Distributor und Halbleiterhersteller«, unterstreicht Thomas Staudinger, Vice President Vertical Segments von EBV. »Auch die Gespräche über zukünftige Roadmaps und  strategische Ausrichtungen nehmen zu. Es ist ein permanenter Austausch über die möglichen Applikationen und Systeme von (über)morgen, ein ständiges Geben und Nehmen. In den vertraulichen Gesprächen zwischen NXP und EBV geht es zum Beispiel auch darum, welche aktiven Blöcke im Chip enthalten sein müssen, welche Software erforderlich ist und welche zusätzlichen Elemente zur Markteinführung verfügbar sein müssen.« 

 

Bei NXP trägt die Distribution etwa 50 Prozent zum weltweiten Gesamtumsatz bei, sodass der Distributionskanal für NXP eine sehr große Bedeutung hat. »Distribution spielt bei NXP überall eine Rolle – in betriebswirtschaftlicher Hinsicht genauso wie bei der Infrastruktur«, erklärt Pierre Laboisse, Senior Vice President & General Manager von NXP Semiconductors. »Außerdem sorgt die Distribution für Demand-Creation bei einer Kundenbasis, zu der wir selbst sonst gar keinen Zugang hätten.« Im Automotive-Bereich ist der Distributions-Anteil zwar etwas geringer, »aber auch rund um das Auto spielt die Distribution eine Schlüsselrolle, und besonders Partner wie EBV sorgen dafür, dass wir auch die mittelgroßen und kleineren Automo-tive-Kunden erreichen, die derzeit vielleicht sogar zu den schneller wachsendenden Automotive-Kunden gehören«, ergänzt Drue S. Freeman, Senior Vice President Global Automotive Sales & Marketing von NXP Semiconductors. »Die Distributionspartner bieten diesen Kunden einen hohen Nutzen beim Lager- und Bestandsmanagement. Bei EBV kommt noch der technische Support hinzu, den wir bei diesen kleineren Kunden gar nicht leisten könnten.« NXP biete seinen größeren Kunden zwar viel Applikations-Know-how und technische Unterstützung, so Freeman, »aber wir können das nicht über die ganze Automobilbranche hinweg ausdehnen, so dass uns die Distribution hier sehr helfen kann«.

Frank-Steffen Russ, Director Vertical Segment Automotive von EBV Elektronik, bringt  einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein: »Viele OEMs, insbesondere europäische, wollen auch mit einigen kleineren, dafür aber hochspezialisierten Tier-1s zusammenarbeiten.« Mit solchen kleineren Tier-1s kooperiert NXP dann in der Regel über EBV. »Damit sind wir in der Lage, eine Nachfrage für unsere Produkte zu erzeugen, während EBV den technischen Support übernimmt und die Tier-1s betreut; so schließt sich der Kreis von beiden Seiten. Jeder Distributor besitzt zwar ein gewisses technisches Wissen, jedoch differenziert sich EBV im europäischen Markt durch das tiefe technische Know-how in Automotive-Applikationen«, so Freeman. »Wir brauchen einen Distributor, der quasi eine Erweiterung von NXP darstellt, der über sein Produkt- und Marktverständnis so eng mit unseren Technikern verbunden ist, dass wir als ganz natürliche Konsequenz eng zusammenarbeiten – und genau das ist bei EBV der Fall«, ergänzt Laboisse. »EBV zeichnet sich durch sein Langzeit-Commitment, seine Fokussierung und seine Kontinuität bei seinen Aktivitäten aus. Gerade im Automotive-Bereich ist ein langfristiges loyales Engagement gefragt.«  

Und noch einen Vorteil sieht die Gesprächsrunde in der Partnerschaft: Ein Halbleiterhersteller bietet seine eigene, stets in irgendeiner Weise spezialisierte und damit applikationstechnisch fokussierte Technologie- und Produktpalette an, aber der Distributor ist in der Lage, diese Halbleiter um ergänzende Produkte und Lösungen zu erweitern. »EBV verfügt neben einer sehr breit aufgestellten Linecard auch über ein ausgeprägtes Partnernetzwerk, über das den EBV-Kunden zusätzliche hochspezialisierte Ingenieurs-Dienstleistungen und Design-In-Support zur Verfügung stehen«, ergänzt Staudinger.

Was sind die Markttreiber im Automotive-Geschäft?

Im Automotive-Bereich sind nach den Worten von Laboisse derzeit Connectivity und Sicherheit – sowohl im Sinne von Safety (Betriebssicherheit) als auch im Sinne von Security (Datensicherheit) – die großen Themen und damit auch in der Automotive-Distribution die Markttreiber: »Das Auto, ganz besonders die Fahrzeuge deutscher Hersteller, entwickeln sich immer mehr zu höchstkomplexen Computing Devices«, so Freeman. 

Immerhin entstehen rund 90 Prozent der Innovationen in der Automobilindustrie durch Elektronik inklusive Software. Die Gründe hierfür sind bekannt, denn die Fahrzeuge sollen weniger Energie verbrauchen, sicherer sein und mit der Außenwelt verbunden werden. Diese unter dem Stichwort Connectivity bekannte Vernetzung mit der Außenwelt geht in mehrere Richtungen, wie Russ erläutert: »Es geht hier um die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander beziehungsweise mit der Verkehrsinfrastruktur, um die Anbindung ans Internet per Mobilfunk zur Nutzung von Apps, Streaming-Diensten und anderen Services und um die Verbindung mit kleinen tragbaren Endgeräten wie Smartphones, Tablet-Computern und ähnlichen Geräten, die sich innerhalb des Fahrzeugs befinden.« Das sieht auch Freeman so: »Der Trend zu mehr Ökonomie, Safety/Security und Connectivity treibt die Innovationen voran und hat einen immensen Anstieg des Halbleiteranteils im Auto zur Folge – und genau diese Aspekte sorgen auch für eine hohe Nachfrage durch den Distributionskanal.« 

Durch diese rasante Entwicklung gibt es auch aufsteigende Unternehmen, die NXP noch gar nicht kennt, die aber vielleicht zu den Stars von morgen gehören werden. Es geht somit nach den Worten der Partner darum, am rechten Ort zu sein und zu verstehen, wie sich diese Stars von morgen und ihre Produkte entwickeln. 

 

 

Bei NXP trägt die Distribution etwa 50 Prozent zum weltweiten Gesamtumsatz bei, sodass der Distributionskanal für NXP eine sehr große Bedeutung hat. »Distribution spielt bei NXP überall eine Rolle – in betriebswirtschaftlicher Hinsicht genauso wie bei der Infrastruktur«, erklärt Pierre Laboisse, Senior Vice President & General Manager von NXP Semiconductors. »Außerdem sorgt die Distribution für Demand-Creation bei einer Kundenbasis, zu der wir selbst sonst gar keinen Zugang hätten.« Im Automotive-Bereich ist der Distributions-Anteil zwar etwas geringer, »aber auch rund um das Auto spielt die Distribution eine Schlüsselrolle, und besonders Partner wie EBV sorgen dafür, dass wir auch die mittelgroßen und kleineren Automo-tive-Kunden erreichen, die derzeit vielleicht sogar zu den schneller wachsendenden Automotive-Kunden gehören«, ergänzt Drue S. Freeman, Senior Vice President Global Automotive Sales & Marketing von NXP Semiconductors. »Die Distributionspartner bieten diesen Kunden einen hohen Nutzen beim Lager- und Bestandsmanagement. Bei EBV kommt noch der technische Support hinzu, den wir bei diesen kleineren Kunden gar nicht leisten könnten.« NXP biete seinen größeren Kunden zwar viel Applikations-Know-how und technische Unterstützung, so Freeman, »aber wir können das nicht über die ganze Automobilbranche hinweg ausdehnen, so dass uns die Distribution hier sehr helfen kann«.

 

Frank-Steffen Russ, Director Vertical Segment Automotive von EBV Elektronik, bringt  einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein: »Viele OEMs, insbesondere europäische, wollen auch mit einigen kleineren, dafür aber hochspezialisierten Tier-1s zusammenarbeiten.« Mit solchen kleineren Tier-1s kooperiert NXP dann in der Regel über EBV. »Damit sind wir in der Lage, eine Nachfrage für unsere Produkte zu erzeugen, während EBV den technischen Support übernimmt und die Tier-1s betreut; so schließt sich der Kreis von beiden Seiten. Jeder Distributor besitzt zwar ein gewisses technisches Wissen, jedoch differenziert sich EBV im europäischen Markt durch das tiefe technische Know-how in Automotive-Applikationen«, so Freeman. »Wir brauchen einen Distributor, der quasi eine Erweiterung von NXP darstellt, der über sein Produkt- und Marktverständnis so eng mit unseren Technikern verbunden ist, dass wir als ganz natürliche Konsequenz eng zusammenarbeiten – und genau das ist bei EBV der Fall«, ergänzt Laboisse. »EBV zeichnet sich durch sein Langzeit-Commitment, seine Fokussierung und seine Kontinuität bei seinen Aktivitäten aus. Gerade im Automotive-Bereich ist ein langfristiges loyales Engagement gefragt.« 

 

Und noch einen Vorteil sieht die Gesprächsrunde in der Partnerschaft: Ein Halbleiterhersteller bietet seine eigene, stets in irgendeiner Weise spezialisierte und damit applikationstechnisch fokussierte Technologie- und Produktpalette an, aber der Distributor ist in der Lage, diese Halbleiter um ergänzende Produkte und Lösungen zu erweitern. »EBV verfügt neben einer sehr breit aufgestellten Linecard auch über ein ausgeprägtes Partnernetzwerk, über das den EBV-Kunden zusätzliche hochspezialisierte Ingenieurs-Dienstleistungen und Design-In-Support zur Verfügung stehen«, ergänzt Staudinger.

 

[

Was sind die Markttreiber
im Automotive-Geschäft?

 

Im Automotive-Bereich sind nach den Worten von Laboisse derzeit Connectivity und Sicherheit – sowohl im Sinne von Safety (Betriebssicherheit) als auch im Sinne von Security (Datensicherheit) – die großen Themen und damit auch in der Automotive-Distribution die Markttreiber: »Das Auto, ganz besonders die Fahrzeuge deutscher Hersteller, entwickeln sich immer mehr zu höchstkomplexen Computing Devices«, so Freeman. 

Immerhin entstehen rund 90 Prozent der Innovationen in der Automobilindustrie durch Elektronik inklusive Software. Die Gründe hierfür sind bekannt, denn die Fahrzeuge sollen weniger Energie verbrauchen, sicherer sein und mit der Außenwelt verbunden werden. Diese unter dem Stichwort Connectivity bekannte Vernetzung mit der Außenwelt geht in mehrere Richtungen, wie Russ erläutert: »Es geht hier um die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander beziehungsweise mit der Verkehrsinfrastruktur, um die Anbindung ans Internet per Mobilfunk zur Nutzung von Apps, Streaming-Diensten und anderen Services und um die Verbindung mit kleinen tragbaren Endgeräten wie Smartphones, Tablet-Computern und ähnlichen Geräten, die sich innerhalb des Fahrzeugs befinden.« Das sieht auch Freeman so: »Der Trend zu mehr Ökonomie, Safety/Security und Connectivity treibt die Innovationen voran und hat einen immensen Anstieg des Halbleiteranteils im Auto zur Folge – und genau diese Aspekte sorgen auch für eine hohe Nachfrage durch den Distributionskanal.« 

 

Durch diese rasante Entwicklung gibt es auch aufsteigende Unternehmen, die NXP noch gar nicht kennt, die aber vielleicht zu den Stars von morgen gehören werden. Es geht somit nach den Worten der Partner darum, am rechten Ort zu sein und zu verstehen, wie sich diese Stars von morgen und ihre Produkte entwickeln.