DMASS-Report Distribution legt im ersten Quartal 16 Prozent zu

Der Trend in der Halbleiterdistribution zeigt laut DMASS (European Semiconductor Distribution Market) für das erste Quartal mit einem Plus von 16 Prozent gegenüber Q4/2012 deutlich nach oben. Der Umsatz für Q1 liegt bei 1,48 Mrd. Euro.

Im Vergleich mit 2012 schneidet das Q1 2013 aber immer noch fünf Prozent schlechter ab. Georg Steinberger, Chairman der DMASS, kommentiert das Ergebnis folgendermaßen: »Ich bin sicher, das schlimmste liegt hinter uns. Das Minus von fünf Prozent im Vorjahresvergleich zeigt aber auch, dass wir es schon noch mit einigen kritischen Faktoren im Markt zu tun haben, vor allem der steigenden Preisdruck und die Produktionsverlagerung tun ihr Übriges. Aber zumindest hat sich auch der Auftragseingang leicht verbessert, so dass ein weiteres rückläufiges Jahr eher unwahrscheinlich ist. «

Trotz des postiven Trends von Q4 auf Q1: Betrachten wir den Q1/Q1 Vergleich, sind die Unterschiede zwischen den Regionen doch frappierend: Zwischen einem Prozent Wachstum in Nordic und Osteuropa und einem Minus von 9 Prozent in Deutschland ist alles dabei. Im Detail: Deutschland schloss im Q1/Q1 Vergleich mit 478 Million Euro (-9.3%), Italien mit 139 Millionen Euro (-7.7%). Der Markt in UK lag bei 123 Millionen Euro (-3%) , Frankreich bei 108 Millionen (-6%). Osteuropa dagegen legte zu auf 160 Million Euro (+1.2%). Auch Nordic wuchs auf jetzt 153 Millionen Euro (+0.8%). Die genannten Regionen machen etwa 80 Prozent der von DMASS erfassten Umsätze.

Produktseitig gab es ebenfalls eine breite Spanne: Hier liegt der Korridor zwischen Minus 11 Prozent und Plus 13 Prozent. Am meisten verlor mit gut 11 Prozent die Programmierbare Logik, während die Optoelektronik um 2,3 Prozent zulegte. Auch die Analogtechnik, das größte Segment bislang, musste mit 2,3 Prozent Minus leichte Einbußen hinnehmen. Die Sensorik hingegen legte um satte 13 Prozent zu und zählt wie auch die Optoelektronik zu den Wachstumsfeldern für die Distribution. »Ein Trend, der sich eine Weile so fortsetzen wird«, erklärt Steinberger. Schließlich kann die Distribution in diesen beratungsintensiven Segmenten traditionell sehr gut punkten.