Europa-Expansion Digi-Key eröffnet Customer Support Center in München

Hermann Reiter ist als Vertriebsdirektor für den Ausbau des Produktionsgeschäfts von Digi Key in Mitteleuropa verantwortlich
Hermann Reiter ist als Vertriebsdirektor für den Ausbau des Produktionsgeschäfts von Digi Key in Mitteleuropa verantwortlich

Zur electronica hatte Digi-Key sein europäisches Production Team vorgestellt. Jetzt hat der Katalogdistributor offiziell sein European Customer Support Centers in München eröffnet. Leiten wird den Standort Hermann Reiter, regionaler Vertriebsdirektor für Mitteleuropa.

Die Europa-Offensive von Digi-Key bekommt ein lokales »Gesicht«. Künftig sollen die derzeit 41.000 EMEA-Kunden von Digi-Key regional betreut werden.

Das neue Vertriebs- und Service-Team von Digi-Key für Mitteleuropa ist in der Münchener City angesiedelt und wird zunächst für die mitteleuropäischen Kunden zuständig sein. Derzeit umfasst das Team einen Anwendungs-Ingenieur und sechs Vertriebs- und Service-Profis, die vier Sprachen sprechen und mehrere Jahre Erfahrung in der Elektronikindustrie vorweisen können. Doch dabei soll es nicht bleiben, Digi-Key will rechnet in Europa mit weiterem Wachstum und will das Team sukzessive erweitern.

»Aufgrund unserer anerkannten Marke konnten wir einige der besten Experten für elektronische Komponenten in dieser Region rekrutieren«, freut sich Reiter. Dazu zählt natürlich auch der Vertriebsdirektor selbst. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Branche, u. a. bei Future und Arrow, ist er seit 2012 für Digi-Key tätig, von Anfang an mit dem klaren Auftrag, die Präsenz von Digi-Key in Mitteleuropa auszubauen. Konzentrieren wird sich das Team in München vorwiegend auf das im Herbst vorgestellte Production Business. »In der EMEA-Region erleben wir eine steigende Nachfrage nach High-Mix-Low-Volume-Bestellungen elektronischer Bauteile mit lokaler Unterstützung, also richten wir unsere neuen Ressourcen entsprechend aus, um diesen Bedarf zu erfüllen«, erklärt Mark Larson, Präsident von Digi-Key.

Nach der Ankündigung vor zwei Jahren, als erster Katalogdistributor den gedruckten Katalog einzustellen, beschreitet Digi-Key mit dem Production-Business einmal mehr neue Wege: Der US amerikanische Distributor will sich in EMEA künftig verstärkt auf die Belieferung von Low Volume/High Mix Produktionen konzentrieren und verlässt damit endgültig das angestammte Terrain eines klassischen Katalogdistributors. Das bedeutet aber auch in gewisser Weise einen Paradigmenwechsel für das Unternehmen, das bis vor kurzem rein auf die Präsenz in den USA setzte.

»Wer als Global Player das Produktionsgeschäft in EMEA (Europe Middle East and Africa) erfolgreich bedienen will, der muss auch lokalen Support in Landessprache bieten«, erklärt Chris Beeson, Vice President, Global Sales and Business Development von Digi-Key. Zwar gibt es bei Digi-Key über eine Telefon-Hotline 24 Stunden technische Unterstützung, aber bisher eben nur in Englisch und das war gerade im Produktionsbereich ein Manko.

Der »Katalog-Riese« aus Thief River Falls in Minnesota hat sein Production Business Team in EMEA bereits sukzessive aufgebaut, bevor die Struktur nun seit der electronica sukzessive bekannt gegeben wird. Den Kern des Production Teams bildet ein Servicezentrum in den Niederlanden mit 40 Mitarbeitern, dazu kommen Schritt für Schritt die lokalen Niederlassungen und Büros. »Die lokale Präsenz in der Region und unser Geschäftsmodells »from Prototype to Production« wird das Wachstum unserer bereits breiten Kundenbasis erleichtern und dazu beitragen, den Erfolg, den sich Digi-Key in den vergangenen 40 Jahren in Nordamerika erarbeitet hat, auch in Europa zu wiederholen«, ist Reiter überzeugt.

Zum EMEA Vertriebs-Führungsteam gehören bislang neben Reiter Kris Haggstrom - VP Strategic Customer Development, Vertriebregionen EMEA & Asien-Pazifik, David Mahal – Vertriebsdirektor, Israel und Russland und Ian Wallace, Vertriebsdirektor, Großbritannien und Irland. Derzeit ist Digi-Key dabei, weitere Mitarbeiter für die nordischen Länder, das Baltikum sowie Ost- und Südeuropa zu rekrutieren. Details dazu will das Unternehmen in den nächsten drei Monaten bekannt geben.