Vom Krypto-Chip bis zur Entwicklungsunterstützung Cyber-Attacken den Kampf ansagen!

Vernetzte Produkte, Geräte und Dienstleistungen: Angesichts der steigenden Digitalisierung der Welt wird die Datensicherheit bzw. Security in vielerlei Hinsicht zum Brennpunkt. Die Experten von EBV empfehlen daher, die Security-Anforderungen bereits beim Produkt-Design zu berücksichtigen.

Christian Krieber, Director Vertical Segments von EBV, unterstreicht: »Die Diskussionen um das Internet der Dinge und die Industrie 4.0 haben das Bewusstsein geschärft. Immer mehr Firmen wird klar, dass ihre Produkte nachgebaut werden oder ihr Know-how, das sowohl in der Hardware als auch in der Software stecken kann, gezielt gehackt wird.«

Schon vor Jahren hat EBV seine Vertikalen Segmente ins Leben gerufen, um seine Kunden im Hinblick auf dedizierte Anforderungen  noch eingehender beraten zu können. »Weil das Thema Security in den verschiedensten Bereichen immer wichtiger wird, haben wir uns dazu entschlossen, auch diesen Aspekt zu adressieren und unter dem Begriff ’Cybersecurity’ in unser Vertical Segment ’Identification’ zu integrieren«, so Krieber.

Dabei dreht sich für EBV alles um die Frage, wie der Distributor dem Kunden am besten dabei helfen kann, seine Systeme sicherer zu machen. »Unsere Kunden haben sehr starken Bedarf in diesem Bereich und suchen nach Quellen, die ihnen dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Viele kleinere Kunden haben nicht die Bandbreite an Marketing Intelligence, um das alles selbst zu eruieren«, betont Thomas Staudiger, VP Vertical Segments von EBV. »Wir designen natürlich nicht das System, in diesem Punkt arbeiten wir mit Partnern wie mit den Fraunhofer-Instituten zusammen. Aber wir helfen dem Kunden zu verstehen, wo die Herausforderungen liegen. Sicherheit hat aber natürlich unterschiedliche Anforderungen, je nachdem in welchem Segment Sie sich bewegen.  Im Consumerbereich und auch bei vielen industriellen Anwendungen geht es zum Beispiel um den Schutz vor Raubkopien, aber das fällt für uns auch unter das Thema Sicherheit.«

Sicherheit wird gerade um das aktuelle Thema Industrie 4.0 heiß diskutiert. Der Kern der smarten Fabrik ist die »Konnektivität« - Wireline und Wireless, Sicherheit ist also ganz entscheidend. Es wird im Rahmen von Industrie 4.0 diverse neue Geräte geben, die als Hub fungieren, um mehrere schmalbandige Sensor-Signale zu sammeln und dann weiter über LAN- oder Daten-Mobilfunk an einen Server beziehungsweise in die Cloud zu leiten. Auf der schmalbandigen Seite existieren derzeit diverse Übertragungsstandards von Bluetooth und Bluetooth Low Energy (BLE) über ZigBee bis ZWave, deren Kommunikations-Schnittstelle die Datenkonzentratoren/Hubs/Router beherrschen müssen. Daher ist für Designs im Rahmen des Internet-of-Things meist ein Know-how-Mix in den Bereichen Hochfrequenz-Technologie, CMOS-Sensoren, Low-Power-Design, Mikrocontroller/Mikroprozessor und Datensicherheit  bzw. Security erforderlich – und hier sieht sich EBV bestens positioniert.

»EBV differenziert sich auf dem Distributions-Markt besonders durch seine intensive Unterstützung in zwei Bereichen: Einer davon sind die Wireless- und Hochfrequenz-Technologien, die in vielen Designs ein Schlüsselelement darstellen. Der andere Bereich ist das Thema Datensicherheit  bzw. Security, in dem viele europäische Industriekunden bisher noch kein spezifisches Know-how ansammeln mussten, weil sich Fragen im Bereich der Security-Problematik vor der Anbindung an das Internet-of-Things noch nicht stellten«, erklärt Staudinger.  


Bis jetzt wurde das Thema Security nach den Worten von Krieber eher aus dem Bereich Banking oder der traditionellen Chipkarten-Anwendungen vorangetrieben. »Aber durch die aktuellen Entwicklungen am Markt wie zum Beispiel gezielte Angriffe auf Steuerungen und Industrieanlagen – Stichwort Stuxnet – und zunehmende finanzielle Verluste durch nachgebaute Produkte wird das Thema Security immer wichtiger für unsere Kunden und stößt mehr und mehr auf Interesse.« Nicht zuletzt befeuern auch die Enthüllungen von Edward Snowden derzeit die Nachfrage nach sicheren Lösungen, und viele Firmen fragen sich, inwieweit sie sich vor Industriespionage schützen können.
Um die Privatsphäre und Betriebsgeheimnisse zu wahren, empfehlen Staudinger und sein Team daher, die passenden Sicherheitsmaßnahmen bereits von Anfang an im Design zu verankern. Bei den Smart-Metern als intelligente Energiemessgeräte beispielsweise gibt es sogar sehr konkrete Vorgaben des BSI - Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, welche Sicherheitskriterien ein solches Gerät erfüllen muss, denn im Smart-Grid und bei Smart-Metern ist die Sicherheit der Daten von zentraler Bedeutung. »Was passieren kann, wenn Hacker das Stromnetz manipulieren, das legt  nicht nur der Bestseller-Roman »Blackout« von Marc Elsberg plastisch dar. Auch eine aktuelle Untersuchung der Bundesregierung zeigt sehr deutlich, wie elementar wichtig ein dauerhaft ordnungsgemäß funktionierendes Stromnetz nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft ist«, so Staudinger.