Model 3 von Tesla Ziele verfehlt – Zeitplan verschoben

Wer gehofft hat, Teslas Model 3 in natura zu sehen, wird enttäuscht - die Kalifornier stellen nicht auf der IAA aus.
Teslas Model 3 - noch fertigt das Unternehmen weit weniger als ursprünglich geplant.

Der Elektroautobauer Tesla kommt mit seinem Hoffnungsträger Model 3 weiterhin nicht wie erhofft voran. Die Analysten sind enttäuscht.

Im vierten Quartal hat Tesla nur 1.550 Stück des ersten Mittelklassewagen ausgeliefert.

Das anfangs ausgegebene Ziel von 5.000 gefertigten Model 3 pro Woche verschob Tesla zum zweiten Mal nach hinten und geht nun davon aus, diese Produktionsrate erst Mitte 2018 erreichen zu können. »Wir erwarten, die Produktion im ersten Quartal langsam hochfahren zu können und auf 2.500 Autos vom Typ Model 3 pro Woche zu kommen«, erklärt Tesla in einer Pressemitteilung. »5.000 pro Woche wolle wir Ende des zweiten Quartals erreichen.« Es seien aber schon große Fortschritte beim Fertigungsprozess gemacht worden, so das Unternehmen.

Anleger reagierten dennoch ernüchtert, die Aktie fiel nachbörslich zunächst um knapp 2 Prozent, derzeit ist der Kurs um 4 Prozent gefallen.

Für Tesla ist der Erfolg des in den USA ab 35.000 Dollar theoretisch erhältlichen Model 3 entscheidend. Mit dem ersten Mittelklassewagen soll der Durchbruch in den Massenmarkt gelingen, der das bislang chronisch defizitäre Unternehmen einmal profitabel machen soll. Angesichts des Holperstarts wachsen aber die Zweifel, ob dies gelingen kann.

Insgesamt lieferte Tesla im Schlussquartal 29.870 Fahrzeuge aus, das entspricht dem Unternehmen zufolge einem neuen Bestwert und einem Anstieg von 27 Prozent im Jahresvergleich. Von der Luxus-Limousine Model S wurden 15.200 Stück an die Kundschaft gebracht, vom neueren Elektro-SUV Model X 13.120 Stück. Produziert wurden nach Angaben von Tesla 24.565 Wagen, davon entfielen 2.425 Autos auf das Model 3.