Durststrecke vorerst beendet Westeuropäischer Pkw-Markt kommt wieder in Schwung

Matthias Wissmann, Präsident des VDA, gibt sich in der Pressekonferenz des Verbandes zum Auftakt des Genfer Autosalons, vorsichtig optimistisch. Derzeit stehen die Zeichen auf Wachstum, ein Grund zum Jubeln bestünde aber dennoch nicht.

»Der westeuropäische Pkw-Markt fasst – nach einer langen Durststrecke – wieder Tritt. Im Januar legte der Pkw-Neuwagenabsatz in Westeuropa um knapp 5 Prozent auf gut 897.100 Einheiten zu. Das ist der fünfte Monate in Folge mit einem Pluszeichen«, so Wissmann. Durchaus positiv bewertet er dabei die Tatsache, dass alle fünf wichtigen Märkte wachsen: Deutschland erreichte ein Plus von gut 7 Prozent, Großbritannien und Spanien legten um jeweils rund 8 Prozent zu. Frankreich weist einen Zuwachs von knapp 1 Prozent auf, in Italien sind es gut 3 Prozent. Selbst die bisherigen Krisenstaaten konnten im Januar kräftig zulegen: So wurde in Portugal ein Plus von 32 Prozent verzeichnet, Griechenland kommt auf +15 Prozent und Irland auf +33 Prozent).

Für das Gesamtjahr 2014 erwartet er, dass Westeuropa auf ein Plus von 2 Prozent kommen wird, was 11,7 Mio. Pkws entsprechen würde. Der weltweite Pkw-Markt wiederum soll in diesem Jahr um 3 Prozent auf gut 75 Mio. Einheiten zulegen. China soll um 7 Prozent wachsen und damit die 17-Millionen-Marke knacken. Dem US-Markt für Light Vehicles wird eine Wachstumsrate von rund 3 Prozent auf knapp 16 Mio. Fahrzeuge zugesprochen. Indien (+2 Prozent), Russland (+3 Prozent) und Brasilien (+2 Prozent) sollen das Jahr jeweils mit einem Plus im niedrigen einstelligen Bereich abschließen.