Uber Technologies Und jetzt noch ein Unfall mit autonomen Auto

So schön könnte es sein: Glücklicher Fahrgast und glücklicher Fahrer auf der Website von Uber
So schön könnte es sein: Glücklicher Fahrgast und glücklicher Fahrer auf der Website von Uber

Doch, es kann noch schlimmer kommen: Jetzt ist Uber auch noch mit einem Unfall konfrontiert, in dem ein autonom fahrendes Auto des Unternehmens beteiligt war.

Sofort hat Uber zu einschneidenden Maßnahmen gegriffen: Vorerst sind alle Versuche mit selbstfahrenden Autos in Tempe/Aizona, Pittsburgh und San Francisco gestoppt.

Denn in Tempe war es zu einem Unfall gekommen, in dem ein autonom fahrendes Auto von Uber verwickelt war. Zwei Mitarbeiter saßen auf den Vordersitzen, wie es bei solchen Fahrten üblich ist. Die Rücksitze waren unbesetzt. Bei dem Unfall wurde laut Medienberichten niemand verletzt.

Laut Berichten vor Ort hatte ein zweites Auto die Vorfahrt des autonom fahrenden Autos von Uber nicht beachtet. Das Uber-Auto träfe also keine Schuld.

Auch wenn dem so sein sollte, ist das keine gute Nachricht für Uber. Immerhin bleibt die Frage, warum das Uber-Auto nicht ausgewichen ist oder gebremst hat, auch wenn der Fahrer des beteiligten Autos einen Fehler gemacht haben sollte.

Uber in der Krise

Und der Unfall kommt zu einer Zeit, in der sich Uber sowieso in einer schweren Krise befindet. »Schlimmer kann es für ein Unternehmen kaum kommen« - so titelte Markt&Technik den vorausgegangenen Artikel zu Uber. Denn vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Jeff Jones, bisher President, der als die Nummer 2 hinter CEO Travis Kalanick galt, das Unternehmen im Streit verlassen hatte. Er ließ im Nachhinein kein gutes Haar an Uber und Kalanick, es tauchten sogar Gerüchte auf, Kalanick würde zurücktreten.

Zuvor hatte es einige weitere Affären gegeben: So hatte Kalanick einen Fahrer beschimpft, und in einer anschließenden Entschuldigung erklärt, dass er überfordert sei, was für einen CEO eher ungewöhnlich ist.

Zudem gibt es Anzeichen, dass Uber eine eigentlich sinnvolle Software dazu missbraucht habe, um Behörden auszutricksen.

Zu allem Überfluss hatte auch noch Google Uber verklagt, weil eine ehemaliger Mitarbeiter als neuer Uber-Angestellter Firmengeheimnisse von Google an seinem neuen Arbeitgeber verraten habe.

Und ein weiterer Mitarbeiter, der von Google zu Uber stieß, sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt: Er soll Google verlassen haben, weil es dort in seinem Umfeld zu sexuellen Übergriffen gekommen sei.

Schlimmer kann es für ein Unternehmen kaum kommen? Vielleicht war Markt&Technik da etwas voreilig.