619 Mio. Dollar Quartalsverlust Tesla startet stotternd in den Massenmarkt

Wegen eines »Produktionsengpäases« könne Tesla laut Elon Musk die Fertgung des Model 3 nicht so schnell hochfahren wie ursprünglich geplant, grundsätzliche Probleme gebe es nicht.
Grundsätzliche Probleme gebe es nicht, hatte Elon Musk zu den Schwierigkeiten beim Produktionsstart des Tesla 3 gesagt. Nach einem Quartalsverlust von 619 Mio. Dollar könnten die Aktionäre mehr erwarten als Rethorik.

Die Produktion überrascht doch immer wieder – auch wenn die Power-Point-Präsentationen noch so schön aussehen: Die Realität kann die Hölle sein.

»Wir stecken tief in der Produktionshölle«, gab denn auch Tesla-Chef Elon Musk bereits im Oktober zu. Mit einem finanziellen Kraftakt versucht der Elektroauto-Pionier die Massenfertigung seines ersten Mittelklassewagens Model 3 auf die Beine zu stellen – dabei gibt es einige Probleme. Dass das Mammut-Projekt teuer und schwierig würde, war immer klar. Doch wie viel Geld tatsächlich dafür draufgeht, überrascht nun doch.

Am Mittwoch nach US-Börsenschluss kam für Tesla mit der Vorlage des Quartalsberichts der Moment der Wahrheit. Für Anleger fiel er ernüchternd aus: Die hohen Kosten für das Model 3, mit dem Musks bislang nur im Luxus-Segment erprobte Firma die breite Masse erobern will, haben Tesla stärker als erwartet in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich fiel in den drei Monaten bis Ende September ein Verlust in Höhe von 619 Millionen Dollar (533 Mio. Euro) an.

Es ist der höchste Fehlbetrag, den Tesla seinen Aktionären bislang in einem Quartal zugemutet hat. Am Markt kam die Nachricht, wie viel Mittel in der Produktionshölle verbrannt werden, nicht gut an. Die Aktie fiel nachbörslich um fünf Prozent. Dass der Umsatz um 30 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar und damit stärker als angenommen zulegte, konnte an der verschnupften Börsenreaktion nichts ändern.