e-miglia Tesla Roadster belegt ersten Platz

560 Kilometer Strecke, vier Etappen, mehrere tausend Höhenmeter - das sind die Eckdaten der e-miglia, einer Rallye für Elektrofahrzeuge, die am Freitagabend in Rovereto zu Ende gegangen ist. Auf dem mit 10.000 Euro dotierten ersten Platz kam das Team "Energiebau" im Tesla Roadster.

Technische Reife, Alltagstauglichkeit, Reichweite - das sind Aspekte, die rund um die Elektromobilität kontrovers diskutiert werden und die bei der härtesten und längsten emissionsfreien Rallye über die Alpen auf dem Prüfstand waren. "Klares Ziel der e-miglia war es, einer breiten Öffentlichkeit den hohen Reifegrad der Elektromobilität zu zeigen", sagt Dr. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG, die als technischer Partner der e-miglia für die Sicherheit der Fahrzeuge zuständig war. "Wir wollten demonstrieren, dass Elektrofahrzeuge heute schon in der Lage sind, eine anspruchsvolle Strecke sicher zu meistern, und dass das Fahren mit Strom auch eine Menge Spaß macht. Hier auf der e-miglia konnten wir die Zukunft der Mobilität hautnah erleben."

Am Freitagmorgen um sieben Uhr fiel der Startschuss zur 170 Kilometer langen Schlussetappe von Bozen nach Rovereto. Zwar hatten die 25 emissionsfreien Rallyeteilnehmer schon auf den Alpenetappen alle Zweifel an der E-Mobilität ausgeräumt. Trotzdem: Auf dem letzten Streckenabschnitt sollte auch noch der letzte Skeptiker überzeugt werden. Im Roadbook: Weitere drei Pässe und zwei Sonderprüfungen. Dann rollte das erste Team in Rovereto über die Ziellinie: Tim Ruhoff und Steven Hofmann vom Team "Energiebau" im Tesla Roadster. Auf Platz zwei: Carlo Bermes und Wulf Biebinger, Team "JuWi Racing", ebenfalls im Tesla Roadster. Platz drei belegte Markus Spiekermann vom Team "Move About Bosch" im Think City. Auf Platz sieben - das erste TÜV SÜD-Team mit Klaus Balow, Geschäftsführer von TÜV HANSE, und seinem Co-Piloten Christan Reiter von TÜV SÜD Product Service im Karabag 500e. "Eine große Herausforderung waren die Sonderprüfungen mit den Bewertungen im gleichmäßigen und damit besonders energiesparenden Fahren", so Balow. Auf Platz 18 kam das zweite TÜV SÜD Team mit Markus Wimmer und Michael Winter - ebenfalls im Karabag 500e - ins Ziel.

Ressourcenschonendes Fahren und der Einsatz der Rekuperationstechnik, bei der die Verzögerungsenergie zum Aufladen der Batterien genutzt wird: Das sind die beiden Kriterien, die bei einer E-Rallye über den Sieg entscheiden. Aufladen und der Batteriestand: Das waren vor dem Start auf die letzte Etappe auch die vorherrschenden Themen im Fahrerlager. Gerade am letzten und entscheidenden Tag hatte eine Gruppe nicht ausreichend Ladezeit. Sie startete mit nur 75 Prozent Ladung zum Mendelpass. Am Ende hat der Strom dennoch für fast alle Teams gereicht - 24 der 25 Fahrzeuge erreichten das Ziel.