Elektromobilität Strom und Daten nutzen denselben Weg

IntLiIon-Konsortium arbeitet an mehr Batterieleistung für Elektrofahrzeuge.
IntLiIon-Konsortium arbeitet an mehr Batterieleistung für Elektrofahrzeuge.

Das neue Projekt InLiIon mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Mio. Euro – 2,5 Mio Euro kommen vom BMBF – hat zum Ziel, mithilfe eines intelligenten Batteriemanagement Leistung, Sicherheit und Lebensdauer von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu erhöhen.

IntLiIon steht für „Intelligente Datenbuskonzepte für Lithium-Ionen-Batterien in Elektro- und Hybridfahrzeugen“ und läuft bis Mai 20916. An dem Projekt ist die Robert Bosch GmbH als Projektkoordinator sowie die Pro Design Electronic GmbH, die Hochschule Hannover und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt.

Bei IntLiIon geht es um die Entwicklung von intelligenten Daten-Übertragungstechniken speziell für Lithium-Ionen-Batterien. Dazu werden neuartige Kommunikationssysteme für die effiziente Regelung und Überwachung jeder einzelnen der bis zu 100 Zellen eines Batteriepacks erforscht. Als Basis für die Datenübertragung wird der vorhandene Strompfad in der Batterie genutzt. Diese „Powerline Kommunikation“ soll es in Zukunft ermöglichen, relevante Informationen an ein zentrales Steuergerät zu übermitteln. Damit kann die teure, zusätzliche Datenverkabelung der Batterie entfallen, wie sie bei allen bisherigen Batteriesystemen eingesetzt wird. „Jede einzelne Batteriezelle soll kontinuierlich überwacht und individuell geregelt werden“, so Dr. Jens Strobel, Projektkoordinator, Robert Bosch GmbH. Zudem lässt sich das Energiepotenzial der Batterie optimal nutzen: Wenn eine Zelle der Lithium-Ionen-Batterie nicht mehr effizient arbeitet, muss nur diese eine Zelle und nicht das gesamte Batteriemodul ausgetauscht werden. Das spart Ressourcen und senkt Kosten.